Mittwoch, 22. November 2006

Tagtraum

So, Prüfung hab ich hinter mir. Sollte eigentlich ganz okay gewesen sein. Seltsame Prüfung zwar, viel länger als ich dachte, aber immerhin: Gut zwei Drittel waren so wie bei den letzten beiden Prüfungen. War recht seltsam, die ersten paar Fragen hab ich extrem schnell beantwortet, hab überall was gewusst, fiel mir sehr leicht..aber dann auf einmal 3 Fragen bei denen ich mir dachte was zur Hölle, keine Ahnung, hab ich noch nie gehört! Aaaber egal, nicht schlimm, sollte trotzdem zumindest positiv sein.
Habe beschlossen, den Blog hier zweimal wöchentlich, Montags und Mittwochs oder Donnerstags, wie sichs besser ausgeht, zu aktualisieren - mal sehen ob ich das schaffe. Kann natürlich sein, dass sich dadurch die durchschnittliche Qualität meiner Beiträge verringert ("was, noch schlechter??!?"), aber ich seh das mal als Herausforderung. Muss lernen auch zu schreiben, wenn mich gerade nicht die Inspirationsmücke sticht. So wie jetzt zum Beispiel. Uuuund wenn irgendjemand auch was zu dem Blog beitragen will: Ich bitte darum, bei Interesse bitte Nachricht oder Mail oder so (I'm lookin at you as well PiAA - even if you don't really have a pc, i don't fuckin care!).
Heute war ein echt...dunkler Tag irgendwie. Also, jetzt nicht ein schlechter Tag oder sowas, aber irgendwie...hat es heute schon um zwei am nachmittag zu dämmern begonnen? Ich meine, ich geh gerade ein wenig im Regen spazieren und genieße die gute Luft ("alsob man sie so...gewaschen hätte!") und träume davon in den Rinnsalen am Straßenrand zu schwimmen und plötzlich wirds dunkel. Um nicht zu sagen: Die Dunkelheit kam über mich - doch nicht von herkömmlicher Qualität ward diese Dunkelheit, zeichnete sie sich doch durch ein fast greifbare Konsistenz aus. Ich sah sie regelrecht heranströmen, wie eine enorme Schar Fledermäuse des nachts aus ihrer dunklen Höhle strömt um zu jagen. Wie ein riesiges schwarzes Raubtier näherte sie sich mir mit unausweichlicher Macht und verschlang mich ganz und gar. Ich fühlte mich, als wäre ich in besonders dichten Nebel eingetaucht, spürte kleinste Wassertropfen wie tausend Nadelstiche auf meinem Körper. Ich sah nichts mehr, die Dunkelheit schien nicht nur um mich zu sein, auch in mir. Die Hand vor Augen ward mir nicht mehr sichtbar, nicht die kleinste Spur von Licht konnte ich vernehmen und ich fühlte mich, als würde ich fallen, fallen, fallen...ich landete unsanft auf dem Rücken, der Aufprall raubte mir einen kurzen Moment den Atem. Sofort riss ich die Augen auf und sah. Ich wusste nicht was ich sah, doch selbst wenn könnte ich die unglaubliche Schönheit, die nun um mich war, niemals beschreiben. Es mag zwar scheitern, doch ist es wohl mein Aufgabe, meine eherne Pflicht, es doch zumindest zu versuchen. Ich sah Farben, Farben, wie ich sie noch nie zuvor sah. Es wäre mir unmöglich, sie zu benennen, sie alleine mit den uns bekannten Farben in Verbindung zu bringen wäre eine Beschmutzung ihrer Schönheit, eine Beleidigung und könnte ihnen niemals gerecht werden. Sie strömten um mich und langsam vermochte ich Strukturen und Formen zu erkennen. Geblendet war ich zwar von der unbeschreiblichen Schönheit der Farben, doch gewöhnten sich meine Augen langsam daran und sahen ein kleines Bächlein. Es floss ziemlich schnell und, was die seltsame Perspektive erklärt, aus der ich ihn wahrnahm, direkt durch meine Brust hindurch. Ob er hinter mir weiterging oder nicht vermochte ich nicht zu sagen, konnte ich mich doch nicht umdrehen. Doch floss er, wenn nicht durch mich hindurch, zumindest in mich, was mich nicht minder überraschte. Doch kein Gefühl des Schocks, kein Schreck überkam mich, dies schienen mir Gefühle zu sien, wie ich sie nicht empfinden könnte, die einer Welt anhaften, die ich lange schon hinter mir gelassen habe. Ich sah auch die beiden Ufer des Baches Das eine hell und freundlich, rein, wie eine jungfräulich unberührte Wiese im späten Frühling, sanfte Hügel von unbestimmter Höhe ein wenig dahinter. Das andere aber bedrohlich, nicht dunkel zwar, aber doch in einem gewissen Sinne schmutzig, ungezähmt und hohe, scharfe Bergrücken waren im Hintergrund zu sehen - doch trotzdem erschien es mir von mindestens ebenso überwältigender Schönheit zu sein wie das andere Ufer. Eine Anziehungskraft, die zu beschreiben ich nicht vermag, ging von diesem Ufer aus, ich beugte mich dorthin, konnte es allerdings nicht berühren. Immer stärker drängte ich dem Ufer entgegen, so stark, dass ich die ganze Welt aus den Fugen zu reißen schien. Die Welt kippte über mich, klappte zusammen und hinterließ mich wieder in der kalten, nassen, schweren Dunkelheit die ich erst vor kurzem hinter mir gelassen hatte. Ich öffnete die Augen und sah...hey es ist grün, na endlich, hat ja ewig gedauert, scheiß Ampel.

..whatever

Just because you're paranoid, don't mean they're not after you

Neo-Gonzo'esque Seltsamkeiten und andere Absurditäten

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