Montag, 20. November 2006

Bruno, bist du's?

Tjaa da Myspace geistiger Eigentümer sämtlicher auf ihrem Webspace veröffentlichten Inhalte ist, und ich Rupert Murdoch nicht unbedingt die Copyright-Rechte an meinen Ergüßen aufdrängen will: Hier mein neuer Weblog, jetzt mit 100% weniger Rupert. Wahrscheinlich. Ich meine, keine Ahnung wo der überall seine Finger drin hat. Oookay, das entwickelt sich irgendwie in eine bedenkliche Richtung..also zu etwas anderem:
Lustiger Tag heute, irgendwie. Ich meine, ich hab am Mittwoch Prüfung und noch nicht wirklich viel gelernt. Soll heißen eigentlich sollte ich lernen..aber hey, wenn der Typ bei den ersten beiden Prüfungsterminen mehr oder weniger dasselbe gefragt hat kann man sich doch wohl darauf verlassen, dass das beim dritten Termin nicht anders wird oder? So jedenfalls meine Logik, nach der ich mein Lernen für diese Prüfung gestalte. Soll heißen: Nur gut ein Drittel des Stoffs lernen. Das nenn ich effizientes Ressourcen-Management! Wobei die Hauptressource hier natürlich die Zeit ist, gefolgt von der Muße. Ist ja heutzutage üblich, alles als Ressource zu sehen. Zeit, ja okay, lass ich mir einreden. Zeit ist ja schließlich Geld (Bis auf meine Zeit, die ist Pudding). Aber wie pervers und entartet unsere Gesellschaft ist erkennt man unter anderem daran, dass bei uns der Mensch wie eine Ressource behandelt wird, über die man verfügen kann wie man will und die nur Mittel zum Zweck der Gewinnmaximierung ist..aber gut, das ist jetz wohl ein wenig zu deprimierend, darum zurück zu meinem Tag:
War heute Mittag im Hofer und habe mir einen Sechserträger San-Benedetto Natürliches Mineralwasser, Leicht Prickelnd (jetzt mit weniger als 0,0007% Natrium! Hm..ich dachte immer Natrium wäre was Gutes..?) gekauft. Sauschwer war das Teil und mit einem Tragegriff ausgestattet, dessen Tragekomfort ungefähr dem eines scharfen Stahldrahtfadens entsprach. Aber hey, ich hatte es ja nicht weit. Also schleppte ich mich und mit mir die Flaschen gefühlte anderthalb Kilometer, bis ich schließlich am Krone-Gebäude vorbeikam. Ja, das Krone-Gebäude steht direkt neben meinem Studentenheim. Und gleich daneben der Kurier. Und Ö3. Ich nenne die Gegend liebevoll den „Boulevard-Bezirk“. Jedenfalls dachte ich mir noch „Hachja, geliebte Kronenzeitung, Herz und Seele Österreichs“ und warf dem Gebäude einen gehauchten Kuss zu als ich ihn sah: Ein gottverdammter Werbär, halb Mensch, halb Bär, halb verwandelt, stand dort vor der Krone! Ich erschrak fürchterlich und warf meine Hände vor Schreck in die Höhe und schrie nach Hilfe. Durch diesen plötzlichen emotionalen Ausbruch flog mir das Sixpack aus der Hand und landete, nach 4,573 Sekunden Zeitlupenflugzeit auf dem Gehsteig neben mir. Das die Flaschen zusammenhaltende Plastik hielt dem Aufprall nicht stand und entließ seine Schäfchen in die Freiheit. Sie rollten vom Gehsteig auf die Straße und lösten beinahe eine Katastrophe biblischen Ausmaßes aus. Ein Smart bog gerade in die Straße ein und sah sich plötzlich mit einem für ihn unüberwindlichen Hindernis konfrontiert: Die Flaschen lagen quer über die Fahrbahn. Der Smartfahrer lief innerhalb von Sekundenbruchteilen knallrot an und betätigte seine Warntröte, die auf seinem Hut befestigt war. Ohne Erfolg! Die Flaschen bewegten sich kein Stück. Einen Augenblick später rauschte ein Hummer mit hoher Geschwindigkeit um die Kurve, realisierte zu spät, dass der Krümel auf der Straße ein Smart war, versuchte noch zu bremsen...doch zu spät, er war zu schnell dran und darüber hinaus hoffnungslos überladen durch das Schaf und die Kuh, die es sich auf der Rückbank bequem gemacht hatten und nun vor Schreck quiekten..doch ach! Welch Glücksfall: Der Hummer dröhnte über den Smart hinweg, ohne ihn auch nur zu berühren! Sollte man nicht für möglich halten.
Doch von alledem bekam ich natürlich nichts mit, waren meine Gedanken doch auf den nur wenige Meter vor mir stehenden Werbären gerichtet. Voller Wut, mit dem Mut der Verzweiflung und aus Angst, er könnte meinem geliebten Krone-Gebäude ein Leid zufügen, stampfte ich auf ihn zu, fauchte ihn an und schrie: „Hey du gottverdammter Werbär du! Was willst du hier? Verpiss dich und wag es ja nicht, das Gebäude auch nur anzufassen, sonst zwinge ich dich, deine eigenen Kinder zu essen, dir deinen eigenen Schwanz in den Arsch zu stecken und Purzelbäume zu schlagen du verdammtes barbarisches Untier!“ Das schien ihn nicht wenig zu beeindrucken, jedenfalls sah er mich entgeistert an, stieg in ein Auto und brauste an mir vorbei auf die Straße. Ich schwang ihm noch drohend meine Faust nach, bis er nach knapp 20 Minuten außer Sicht war. Der Verkehr verlief ein wenig schleppend. Die Straße war nur zur Hälfte befahrbar, weil angeblich Flaschen mit sehr verdächtigem, wahrscheinlich explosivem Inhalt gefunden wurden. Diese verdammten Islamisten! Dachte ich und ging mit stolzgeschwellter Brust nach Hause. Wo ich feststellen musste, dass mir mein Mineralwasser auf dem Weg wohl gestohlen wurde..dieser verdammte Werbär!

..whatever

Just because you're paranoid, don't mean they're not after you

Neo-Gonzo'esque Seltsamkeiten und andere Absurditäten

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