Ich bin nicht kreativ, das ist nur Notwehr
Ich habe heute wider besseren Gewissens sehr viel nachgedacht, vor allem darüber, warum es mir ein Bedürfnis ist, zu schreiben.
Es geht mir nicht in erster Linie darum, meine Gedanken niederzuschreiben oder mich selbst darzustellen. Dies mag alles eine Rolle spielen, ist allerdings keinesfalls meine Hauptmotivation. Es geht um Individualität. Dies mag jetzt nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein, darum nun ein kleiner Diskurs, wie ich auf diesen Gedanken kam.
Das Streben nach Individualität ist, vor allem bei jungen Menschen (zu denen ich mich noch zählen mag) sehr verbreitet, stellt aber mehr eine Art unerreichbares Ideal dar als ein realistisches Ziel. Dies liegt meines Erachtens daran, dass die Indiviualität in der heutigen Jugend sich im Rahmen des bereits bekanntem bewegen muss. Alles war schon da, alles ist nur aufgewärmt, ein lauwarmer Aufguss. Dadurch ist jeder Versuch, sich abzugrenzen von seiner Umwelt von vornherein zum Scheitern verurteilt. Alles, was einmal etwas bedeutet, was schockiert und aufgewühlt hat - von langen Hahren über zerissene Jeans bis zu Nietengürteln - wurde vom Mainstream adaptiert, wurde integriert, wurde usurpiert. Dieser Punkt ist von zentraler Bedeutung, darum noch einmal kurz und prägnant: Was immer die Subkulturen versucht haben, der Mainstream hat sie eingeholt und ihre Insignien zu einem Teil von sich gemacht. Die Ergebnisse dieses Trends sehen wir überall: Zerissene Jeans am Laufsteg, Converse mit Absätzen, pinke Nietengürtel bei New Yorker, Beckham mit Irokesenschnitt.
Lange hielten die verschiedensten Subkulturen dagegen, immer wieder suchten sie eine Schwachstelle in der Deckung des Mainstreams und schlugen zu - nur um dann mitanzusehen wie der Mainstream den Schlag ohne mit der Wimper zu zucken einsteckt. Und die Gewissheit zu haben, dass er sich sicher nicht noch einmal auf diese Art und Weise wird attackieren lassen. Mit jedem Mal wurde es schwieriger - die Subkultur führte einen Guerilla-Krieg, aber langsam geht ihr die Munition aus.
Was dies alles damit zu tun hat, warum ich schreibe? Jeder Mensch ist ein Individuum, doch sind ihm nicht die Mittel gegeben, diese nach aussen hin zu präsentieren - worauf sie im Inneren verkümmern muss. Diese Individualität des Geistes nach draußen zu tragen, das ist es, worum es mir geht, das ist der Grund meines Schreibens - und mag es qualitativ auch noch so schlecht sein.
Es geht mir nicht in erster Linie darum, meine Gedanken niederzuschreiben oder mich selbst darzustellen. Dies mag alles eine Rolle spielen, ist allerdings keinesfalls meine Hauptmotivation. Es geht um Individualität. Dies mag jetzt nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein, darum nun ein kleiner Diskurs, wie ich auf diesen Gedanken kam.
Das Streben nach Individualität ist, vor allem bei jungen Menschen (zu denen ich mich noch zählen mag) sehr verbreitet, stellt aber mehr eine Art unerreichbares Ideal dar als ein realistisches Ziel. Dies liegt meines Erachtens daran, dass die Indiviualität in der heutigen Jugend sich im Rahmen des bereits bekanntem bewegen muss. Alles war schon da, alles ist nur aufgewärmt, ein lauwarmer Aufguss. Dadurch ist jeder Versuch, sich abzugrenzen von seiner Umwelt von vornherein zum Scheitern verurteilt. Alles, was einmal etwas bedeutet, was schockiert und aufgewühlt hat - von langen Hahren über zerissene Jeans bis zu Nietengürteln - wurde vom Mainstream adaptiert, wurde integriert, wurde usurpiert. Dieser Punkt ist von zentraler Bedeutung, darum noch einmal kurz und prägnant: Was immer die Subkulturen versucht haben, der Mainstream hat sie eingeholt und ihre Insignien zu einem Teil von sich gemacht. Die Ergebnisse dieses Trends sehen wir überall: Zerissene Jeans am Laufsteg, Converse mit Absätzen, pinke Nietengürtel bei New Yorker, Beckham mit Irokesenschnitt.
Lange hielten die verschiedensten Subkulturen dagegen, immer wieder suchten sie eine Schwachstelle in der Deckung des Mainstreams und schlugen zu - nur um dann mitanzusehen wie der Mainstream den Schlag ohne mit der Wimper zu zucken einsteckt. Und die Gewissheit zu haben, dass er sich sicher nicht noch einmal auf diese Art und Weise wird attackieren lassen. Mit jedem Mal wurde es schwieriger - die Subkultur führte einen Guerilla-Krieg, aber langsam geht ihr die Munition aus.
Was dies alles damit zu tun hat, warum ich schreibe? Jeder Mensch ist ein Individuum, doch sind ihm nicht die Mittel gegeben, diese nach aussen hin zu präsentieren - worauf sie im Inneren verkümmern muss. Diese Individualität des Geistes nach draußen zu tragen, das ist es, worum es mir geht, das ist der Grund meines Schreibens - und mag es qualitativ auch noch so schlecht sein.
Kunstloses Brot - 29. Jan, 22:24


