Donnerstag, 15. März 2007

..Und ihr dachtet die Bibel wäre lächerlich

Okay, ich lasse mir, was Glauben angeht, ja viel einreden. An Gott glauben, ja, wenn es denn sein muss. An Homöopathie glauben, na gut, wenns hilft. An die Allmacht der katholischen Kirche, die Genesis und zum Leben erweckte Tischtennisbälle mit fünf Gehirnen, alles in Ordnung. Aber wie ein gesunder Mensch an das, was ich hier mal die "Xenu-Geschichte" nennen will, glauben kann ist mir völlig und über alle Maßen schleierhaft. Aber mal von Anfang an.
Xenu lebte vor 75 Millionen Jahren auf einem anderen Planeten und war Herrscher über ein großes Imperium aus 26 Sternen und 76 Planeten, zu denen auch die Erde zählte, welche zu diesem Zeitpunkt allerdings noch unter dem Namen Teegeeack bekannt war. Die Planeten des Imperiums waren mit durchschnittlich 178 Milliarden Einwohnern stark überbevölkert und der Widerstand gegen Xenu wuchs immer stärker an. Es sollte auch erwähnt werden, dass die Einwohner dieser Planeten zumindest menschenähnlich waren, ebenfalls Autos, Boote und Züge benutzten und Kleidung trugen, wie sie in den 50er und 60er-Jahren modern war. Nun, Xenu hatte also offensichtlich von Unmengen von Aliens in Schlaghosen, weshalb er beschloss, die überschüssige Bevölkerung der Planeten gefangenzunehmen und sie mithilfe eines injizierten Gemisches auf Glycol und Alkohol zu paralysieren. Die zu Salzsäulen erstarrten Schlaghosen tragenden ALiens wurden daraufhin in Raumschiffe, die genauso aussahen wie DC-8-Flugzeuge (die wohl am meisten verbreitenden Flugzeuge der 60er) aussahen, nur dass diese keine Triebwerke hatten. Nun, mit diesen triebwerklosen Fluggeräten deportierte er seine Gefangenen daraufhin nach Teegeeack, also den Planeten, den wir heute unsere Heimat nennen dürfen und ließ die Millarden von paralysierten Aliens in verdammten Schlaghosen aus Samt und Plateauschuhen und allem Drum und Dran um einige Vulkane aufstellen, warf danach Wasserstoffbomben in die Krater und ließ sie zeitgleich explodieren, was zur völligen Auslöschung der körperlichen Hüllen der Aliens führte. Allerdings existierten weiterhin ihre Seelen - die sogenannten Thetans. Als hätte Xenu nicht schon genug Unheil angerichtet, beschloss er nun, die Thetans mittels elektronischer Bänder einzufangen und sie in ein überdimensionales Kino zu stecken. Dort waren die armen Thetans gezwungen, sich einer Gehirnwäsche (auf höchst körperlose Art und Weise) zu unterziehen, ihnen wurden Daten über sämtliche Weltreligionen - von Gott über Satan bis Shiva und Vishnu - in die Köpfe gepflanzt. Die Thetans wurden dann endlich von ihrem Martyrium erlöst, waren aber höchst desorientiert, so ganz ohne Körper. Und Schlaghosen. Aber nach einiger Zeit entwickelten sich die ersten Menschen, welche die Thetans als Wirtskörper auswählten und sich in ihnen festsetzten. Die brachten ihr ganzes Wissen über die Weltreligionen mit, was schließlich bei den Menschen zur Entwicklung eben dieser, von Xenu erfundenen Fehlinformationen führte. Darüber hinaus waren die Thetans natürlich mächtig angepisst über alles, was ihnen widerfahren ist, und diese schlechte Laune wirkte sich auch auf dne Menschen aus - die Thetans sind also der Grund, warum alle Menschen immer schlecht drauf sind, und böse sind, und bei rot über Ampeln gehen und alten Frauen nicht die Tür aufhalten. Und außerdem sind sie Schuld an Hitler.
Gut, was hier vielleicht nach einer im Delirium von mir erfundenen Science-Fiction-Geschichte klingt, ist in Wahrheit eine genaue Übersetzung dessen, Ron L. Hubbard, der Gründer von Scientology, in einem seiner wichtigsten Werke beschrieben hat. Um es nochmals zu betonen: Dies ist, woran Scientologen glauben.
Tut mir leid, ich bin ja was den glauben betrifft wirklich tolerant - ich meine hey, wenns demjenigen hilft, warum nicht? - aber ich bin der Überzeugung, dass niemand, der an so etwas glaubt, und ich meine wirklich glaubt noch irgendeinen Bezug zu einer irgendwie gearteten Realität besitzt.
Oh, und ich fordere, adss Star Wars ebenfalls als Religion anerkannt wird...

Montag, 5. März 2007

Killernerze

Was geht nur in einem Menschen vor, der in einer vollkommen überfüllten U-Bahn stehend und mit wem-auch-immer telefonierend über seine Geschlechtskrankheiten zu erzählen anfängt? Ich meine, will ich wirklich hören, dass der Typ, dem ich durch die Platzverhältnisse fast schon nahe genug bin, um ihn Schätzchen zu nennen, schon zweimal einen Tripper hatte und dass er jetzt (aufgepasst jetzt bitte, es folgt ein wörtliches Zitat:) "ganz dringend Lulu muss". Ich halte es für menschenunwürdig, mir so etwas zuzumuten. Würde ich seinen Namen kennen würde ich ihn vermutlich wegen psychischer Grausamkeit verklagen.
Jetzt mal von seltsamen Begebenheiten wie dieser ganz abgesehen, gibt es etwas schrecklicheres als überfüllte U-Bahnen im Sommer? Oh ja Bubba, natürlich gibt es das, man nennt es überfüllte U-Bahnen in einem viel zu warmen Frühling! Ich meine, ja, ist ja nur natürlich dass Leute, die bei gefühlten 35° in der U-Bahn Daunenjacken tragen beginnen zu transpirieren. Nur stellt sich halt verdammt nochmal die Frage, warum man bei verdammten gefühlten 40° unbedingt Daunenjacken, Schals und und ekelhafte Pelzkrägen tragen muss. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja der einzige der, you know, sich auszieht wenn ihm zu warm ist. Wahrscheinlich bin ich mal wieder einfach meiner Zeit vorraus.
Oh und ich hasse alte Frauen, die Pelzmäntel tragen. Jetzt gar nicht so sehr wegen den armen armen Nerzen und Hermelinen und Ratten und Angorakatzenbabys, einfach nur weil die naja, unfreundlich sindund auf ekelhaft-elitäre Art und Weise überheblich wirken. Ich weiß, ist jetzt wahrscheinlich eine unfaire Generalisierung und wahrscheinlich sogar sexistisch, aber es gibt nunmal nicht so viele unangenehm auffallende Pelzmäntel tragende Männer. Verdammte Pelzschrullen, ich hoffe die werden alle mal von Nerzen verzehrt ("oh George, look at these beautiful animals! aren't they astonishingly warm and fuzzy? Oh, i love them! Hey, what are they doing now? George, they are biting...aaaaah help me George please for the love of god help meeee they are eating me aliiiiiive..." - Das wird die erste Szene meines neuesten Filmprojektes "Warm and Fuzzy Zombie-Hermelines...from Mars!" - es geht um zombifizierte Pelzzuchttiere, die sich zuerst ihr Fell zurückerobern und dann, weil ihnen das nicht reicht, das Haar von Menschen tragen wollen. Traurige Geschcihte eigentlich, viele langsame und tiefe Szenen, teilweise auch sehr philosophisch, von der offensichtlichen, und für Independent-Filme fast obligaten, Kapitalismus- und Amerikakritk).
Habe heute übrigens endlich meine Bakk-Arbeit fertiggestellt und deshalb wieder mehr Zeit, um hier ein wenig der Logo-Diarrhoe zu fröhnen. Herrlisch.

Montag, 19. Februar 2007

Das Leben ist ein Witz

Das Leben ist ein Tanz, zumindest habe ich das mal irgendwo gehört, schnell wie ein Quickstep, oft erschöpfend wie ein Flamenco doch meist voller Leidenschaft und Begierde wie ein feuriger Tango. Doch kein Tanz ohne Tanzpartner, so auch kein Leben ohne Lebenspartner. Nun ist mein Leben ja doch schon etwas fortgeschritten, ich habe viel getanzt, der Partnerinnen gab es nicht wenige, doch die eine, mit der ich mir vorstellen könnte, den Rest des Abends, die letzten Tänze zu verbringen, sie traf ich erst vor kurzem. Sie nahm mich im Sturm, doch nun ist sie fort, sagt sie liebt einen anderen. Welch schreckliches Spiel treibt sie mit mir, gestern noch mir ergeben wie ich ihr, heute abweisend und kalt, einer Himmelskönigin gleich die hochmütig auf ihrem Stuhle thront und gefallen an meinem Leiden findet, ich nichts weiter als ihr Hofnarr, ein weiterer kleiner Lacher in einem mehr als fröhlichen Leben. Doch keine Lacher mehr für mich, so denke ich während ich in der Straßenbahn sitze, auf dem Weg zurück in meine eigene Wohnung, die ich seit gut einer Woche nicht mehr betreten hatte, von der ich bis heute noch dachte nie wieder in sie zurückkehren zu müssen. Der kleine Raum, den ich wohl oder übel mein Wohnzimmer nennen muss, der kalte Steinboden, die grauen Wände sie haben mich bald wieder. Nun gut, der Tanz geht weiter so denke ich, wie von Sinnen aus dem Fenster blickend auf der Suche nach etwas, was mich aufzuheitern vermag, doch finde nichts als Reklametafeln. "Oh! It's a Feh", na sowas aber auch. "Das Leben ist ein Spiel"? Oh ja, sein anderer Name ist "Suizid" und Sieger ist, wer als Letzer in Agonie versinkt. Oder als Erster? Wer weiß. "Oh! It's a Nervenzusammenbruch" denke ich noch bevor ich wie toll in manisches Lachen aus- und schließlich auf den Boden der Straßenbahn zusammenbreche. Wieso ich lache? Das Leben ist ein Witz, den nur noch niemand verstanden hat.

Montag, 12. Februar 2007

Tod dem Nonsense!

Was soll das heißen, ich soll ihr eine SMS schreiben? Ich kann SMS ja nicht einmal buchstabieren! Und überhaupt, wie sieht denn das aus? Was ist bitte aus den guten alten Liebesbriefen oder romantisch-überraschenden Besuchen vor der Haustür oder noch besser, Lautenklänge und Gesänge vorm Balkon, was ist daraus geworden? Das waren noch Zeiten, damals hat Liebe etwas bedeutet. Ich eigne mir sowieso immer mehr die Meinung der Minnesänger an, nur unerfüllte Liebe ist wahre Liebe. Aber sowas gibt es ja nicht mehr. So seelenzerreißend-sehnsuchtsvolle Liebe die nicht auf körperlicher Anziehung sondern auf...keine Ahnung was, verdammt, so abgestumpft bin ich schon und dabei halte ich mich noch für relativ unabgestumpft, zumindest verglichen mit den ganzen Zombies da draußen, ja, sowas gibt es nicht mehr. Was soll man machen, früher war alles besser. Zum Beispiel auch die Musik. Und die Kunst, verdammt, was heute so alles als Kunst gilt. Wenn ich berühmt wäre könnte ich Müsli und Schnitzel essen, das Ganze auskotzen, es mit Pappmachée überziehen und dann in allen Farben des Regenbogens colorieren, und es würde wahrscheinlich als Kunst gelten. Sogar wenn ich es mit verdammten Wachsmalkreiden anmalen würde. Wachsmalkreiden. Ich würde damit übrigens rein garnichts ausdrücken wollen, es würde aber wahrscheinlich als ein Auflehnen gegen das Establishment der Öko-Terroristen und militanten Schnitzel-Esser dieser Welt verstanden werden. Kann man wohl nichts machen. Nur gut dass ich nicht berühmt bin, wäre recht unschön meine Texte zerfleddert zu sehen. Ich stell mir das gerade vor - "Neo-Gonzo'esker Schund" wäre da wohl noch das schmeichelndste, es würde aber schnell in "spätpubertäre Auswüchse eines durch und durch verkommen-verfault-kranken Gehirns" übergehen, sobald ich eine Reaktion darauf schreiben würde. Verdammte Kritiker, können einfach keine Kritik vertragen. Ich wäre übrigens gerne Kritiker. Jetzt nicht irgendein spezifisch-spezialisierter Kritier, also Restaurant- oder Literatur- oder Klofußumpuschelungskritiker oder so, einfach nur Kritiker. Ich will dafür bezahlt werden, Leute auf der Straße zu kritisieren, wenn sie den Hundekot nicht wegräumen. Verdammt, Wien ist echt die verschissenste Stadt die ich kenne, und ja, ich war schon in Venedig. Letztens habe ich sogar eine regelrechte Spur aus Scheiße gefunden, die senkrecht gut eineinhalb Meter umspannte. Ist mir bis heute ein Rätsel wie das jemand geschafft hat. Vielleicht wenn ein ziemlich großer Mensch sich gegen die Wand lehnt...aber daran will ich jetzt garnicht denken, ekelhaft sowas. Regelrecht obszön und pervers. Und ein wahrer Kritiker darf solche Gedanken in seinem Kopf nciht zulassen, sonst müsste er sich selbst kritisieren, worauf er sich aufgrund seiner Kritik wiederum kritisieren müsste...ad nauseam. Wäre wohl kein schöner ANblick, so ein von Selbstkritik zerfressener Kritiker, der den Kopf gegen die Wand schlägt, um die Stimmen in seinem Kopf zu betäuben. Vielleicht doch besser, dass ich kein Kritiker bin. Ich meine, wer will schon auf seine perversen Gedanken verzichten? Was bleibt einem Mann dann noch? Das ist jetzt zwar geklaut, aber ich sag es trotzdem: Wenn Aliens die Menschheit ausrotten wollen, müssen sie einfach nur Frauen die Gabe geben, die Gedanken von Männern lesen zu können. Jede Frau würde sich angewidert abwenden und sich in ihrer Wohnung verstecken wenn sie einmal im Sommer durch eine Füßgängerzone gegangen wäre und dabei alle Gedanken der Männer, die sie gesehen haben, verstanden hätte. Aber gut, vielleicht täusche ich mich da auch und nur ich bin so ein ekelhaftes Schwein. Und vielleicht sind Frauen auch nicht viel besser - aber schwer vorstellbar. Frauen sind ja viel zu beschäftigt damit, andere Frauen zu bewerten und in Gedanken zu zerreißen. Ich würde sogar fast soweit gehen zu behaupten, dass wenn Frauen sich nicht gegenseitig so sehr hassen würden, würden sie schon lange über die Erde regieren. Aber das ist wahrscheinlich eine verdammte Platitüde, ein ausgetretener Pfad des Klischees und chauvinistisch-patriarchalische Überheblichkeit - und obendrein noch sexistisch! Gottbewahre! Ich werde doch wohl nicht wie die Generation von Männern vor mir! Und das obwohl ich mir geschworen habe, nie so zu werden wie meine Eltern! Hmmm, nein habe ich eigentlich nicht. Da bin ich wohl in der Midnerheit nehm ich an? Ich habe ehrlich gesagt nie ganz verstanden, warum man so absolut nicht so werden wollte wie seine Eltern. Für mich war es völlig selbstverständlich, dass ich nicht so werde. Ich habe da nie wirklich einen Gedanken daran verschwendet. Vielleicht sagen sowas nur Leute, die bereits fühlen, dass sie ihren ELtern sehr ähneln? Als letztes Aufbäumen der sterbenden Bestie Individualität, der Todesschrei des revolutionären Geistes, revolutionär in einem rein familiären Kontext? Möglich. Aber eigentlich auch ziemlich uninteressant. Ich meine, vielleicht nicht ganz so uninteressant wie Teletext-TED-Umfragen und ganz bestimmt interessanter als SMS-Chats und seltsame Computerfiguren, die SMS vorlesen, aber eben doch. Was sollte das eigentlich mit diesen in hohem Maße beunruhigenden computeranimierten Figürchen, die auf SuperRTL im Nachtprogramm früher immer SMS Nachrichten vorgelesen haben? Wem auch immer das eingefallen ist - ich hätte gern ein paar Gramm von seinem Zeug. Wahrscheinlich geht das Kaminfeuer ebenfalls auf sein Konto. Gibt es eigentlich irgendjemanden, der sich das Kaminfeuer im nüchternen Zustand länger als fünf Sekunden angesehen hat? Ich nehme nicht an. Aber verdammt, wenn man besoffen oder ähnlich geistig benebelt nachts den Fernseher einschaltet und verzweifelt versucht, die Telefonsex-Anzeigen zu vermeiden (Warum? Weil es einfach zu deprimierend ist, zu sehen wie sich Menschen dermaßen erniedriegen. Im nüchternen Zustand ist mir das scheißegal, in anderen Zuständen ist das oft ziiiemlich schrecklich.) ...was? achja: gibt es nichts besseres. Als das Kaminfeuer. Wenn man besoffen ist. Äh.

Freitag, 9. Februar 2007

Leichenschau

Ich hätte nicht herkommen sollen. Diese ganze Baggage - wie konnte ich nur denken, dass es schon okay sein würde. Dass es ganz nett sein könnte, meine liebe Verwandtschaft wiederzusehen. Ich hätte das Versprechen, dass ich mir vor 15 Jahren gegeben hatte einhalten sollen. Nie wieder etwas mit irgendjemanden aus dieser Familie zu tun haben. Wäre wohl besser gewesen. Aber verdammt, man wird wohl zwangsläufig sentimental, bevor man stirbt.
Und jetzt steh ich hier, am offenen Sarg, um mich herum heulende Menschen. Verdammte Heuchler. Ich dagegen bin hin- und hergerissen zwischen tiefer Wut und verzweifelter Fröhlichkeit und stell mir vor, selbst in einem Sarg zu liegen. Sieht eigentlich ganz gemütlich aus. Seltsam eigentlich, wozu braucht ein Toter Polster?
Nun, im Augenblick liege noch nicht ich in der bequemen Holzkiste, sondern meine Großmutter. Der Lungenkrebs hat sie über die letzten paar Jahre gequält und schließlich dahingerafft. Sie konnte kaum noch atmen, nutze aber trotzdem jede Gelegenheit um noch zu rauchen. Ich empfinde kein Mitleid. Macht mich das zu einem schlechten Menschen? Vermutlich.
Wer zur Hölle hat sie bitte geschminkt? Sie sieht aus, als würde sie einen kletzten verzweifelten Versuch starten wollen, doch noch eine Karriere auf dem Straßenstrich zu machen. Nun, vermutlich hätte sie damit sogar Erfolg. Es soll ja uach Leute geben, die darauf stehen wenn ihnen jemand in den Mund kackt und gleichzeitig ganze Melonen in ihren Arsch einführt. Da wird wohl eine überschminkte Mitt-Siebzigerin auch einen Freier finden, Tod hin oder her.
Aber durchaus vorstellbar, dass sie sich eine solche Aufmachung gewünscht hat. Sie hat sich immer gern und viel geschminkt. Ich habe sie in den letzten Jahren nur einmal gesehen. Sie hatte versucht, sich zu schminken, so wie jeden Tag. Sie sah aus wie ein Clown nach einem besonders abscheulichen Verkehrsunfall, an dem mehrere mit ätzenden Chemikalien beladene Lastwägen beteiligt waren. Mit Schrecken denk ich zurück an mit zittriger Hand aufgetragenen blauen Lidschatten und leuchtend rote Lippen, die aussahen wie halbaufgepumpte Schlauchboote. Mitleiderregend? Vielleicht, wenn es nicht um sie gehen würde. Sie war ein schrecklicher Mensch, der kaum eine Gelegenheit ausließ, andere Menschen zu demütigen. Niemand konnte sie leiden. Und doch stehen hier nun 20 heulende Wesen aller Altersgruppen um ihren Sarg und bedauern scheinbar ihr Ableben. Verdammte Heuchler.

..whatever

Just because you're paranoid, don't mean they're not after you

Neo-Gonzo'esque Seltsamkeiten und andere Absurditäten

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