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    <title>..whatever (Just because you&apos;re paranoid, don&apos;t mean they&apos;re not after you) : Kommentare</title>
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    <description>Just because you&apos;re paranoid, don&apos;t mean they&apos;re not after you</description>
    <dc:publisher>Kunstloses Brot</dc:publisher>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    <dc:date>2008-07-13T09:41:20Z</dc:date>
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    <title>..whatever</title>
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    <title>dankeschön, freut mich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(hihi, ein grass der aus einer...</title>
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    <description>dankeschön, freut mich sehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(hihi, ein grass der aus einer zwiebel herauskommt)</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T18:22:07Z</dc:date>
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    <title>deine kommentare sind von backen-errötender qualität, und das im positivsten Sinne...</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3830419/#4352291</link>
    <description>deine kommentare sind von backen-errötender qualität, und das im positivsten Sinne - dankesehr.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T18:28:47Z</dc:date>
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    <title>hihihi</title>
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    <description>1. tolle geschichte... und das wichtigere 2. unglaublich geniale überleitung von der sich schälenden zwiebel (ja da kommt der grass irgendwie raus nicht wahr) hin zu einem der bedeutendsten themen unserer zeit...beeindruckend-witzig ... würd ich sagen wenn ich kritiker wäre..nein, stimmt nicht, dann würd ich mehr schreiben (wenn man pro wort bezahlt werden würde)...GEFALLEN!! Lesevergnügen...gruß&lt;br /&gt;
clautschi</description>
    <dc:creator>clautschi (anonym)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 clautschi (anonym)</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T11:57:25Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3830419/#4350956">
    <title>das letzte hat was</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3830419/#4350956</link>
    <description>das letzte, wie du sagst in sich geschlossene, ja das hat was...auch sprachlich! zustimmung wenn du sagst &quot;ein hoch auf dich&quot; &lt;br /&gt;
gruß&lt;br /&gt;
clautschi</description>
    <dc:creator>clautschi (anonym)</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 clautschi (anonym)</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-15T11:51:52Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/4344152/">
    <title>Das ist Leben eben</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/4344152/</link>
    <description>Immer schwerer kann ich des Eindrucks mich erwehren, tiefgreifenden seelischen Veränderungen zum Opfer gefallen zu sein. Ohne einen Zeitpunkt des Bruchs auch nur bruchstückhaft rekonstruieren zu können, scheine ich all den Glauben an Dinge, die mir früher als unsagbar wichtig galten verloren zu haben, abgelöst von einem nicht minder naiven, aber unspezifischeren Es-wird-schon-alles-gut, gewürzt mit einer gehörigen Portion Zynismus. &lt;br /&gt;
Wie diese Veränderung mir selbst so lange verborgen blieb ist mir heute gänzlich unbegreiflich, erscheint mir diese nun doch so unübersehbar, ja offensichtlich  als hätte ich die alte Schale Stück für Stück abgestreift, lange unbewusst, unbemerkt und erst als diese endgültig fiel, fiel auch der sprichwörtliche Groschen. Nicht wie der Einsiedlerkrebs aber, der sich, sollte er zu für sein altes Haus übergroßen Dimensionen anwachsen, ein neues Haus sucht, eher wie die Haut, die unablässig schuppt und abgestorbene Zellen abwirft, für uns gänzlich unbeobachtbar  einzig das Ergebnis, die ständig neue, nur scheinbar immer gleiche Haut, ist für uns zu erfassen. Oder eigentlich eher wie ein übergewichtiger Mensch, der abnimmt (oder immer dicker wird) und seine Fortschritte nicht täglich an der Waage abmisst, sondern es erst bemerkt, wenn er plötzlich eine andere Kleidergröße benötigt.&lt;br /&gt;
Nun, sei es wie es sei, was ich damit sagen will: Die Phrase Nur eine Phase, der wohl für die meisten Jugendliche verhassteste Satz, von den Eltern oft mantraartig wiederholt, in der naiven Hoffnung, er möge seine schreckliche Macht dadurch besser entfalten  dieser Spruch, er erscheint mir nun doch recht vernünftig und überdies höchst realitätsnah.&lt;br /&gt;
Doch genug der frustrierend-pseudophilosophischen Gedanken, kommen wir zurück zu unserem eigentlichen Hauptthema: Vietnamesische Maultrommeln. Meiner Ahnungslosigkeit was das denn sein könnte zum Trotze, wie ich finde ein sehr schönes Thema. Besonders schön aber, wenn ein Geschäft einen Zettel ins Schaufenster hängt: Endlich wieder erhältlich: Vietnamesische Maultrommeln!!!!!. Da stellt sich mir die beinah obligate Frage nach dem Warum, woraus man vermutlich eine nette Geschichte über einen nach Maultrommeln abhängigen Menschen (vermutlich männlich, nicht nur der Identifikation halber, auch aus Gründen des Realismus  Männer sind für solch seltsame Süchte einfach anfälliger), der Tag für Tag in diesen, und vermutlich auch jeden anderen Ethno-Laden der Stadt stürmt und leicht nuschelnd, aber immer in höchst drängendem Tonfall ruft: Gina!!!  Die Ethno-Laden-Verkäuferin sollte Gina heißen, um Assoziationen zum Porno-Business zu wecken, welchem sie auch angehörte, was natürlich erst gegen Ende klar wird. Ist immer wichtig, dem Leser bereits zu Beginn den metaphorischen Knochen hinzuwerfen, damit dieser sich dann gegen Ende hin für seine gute Auffassungsgabe selbst beglückwünschen und sich auf die Schulter klopfen undin Internet-Foren angeben kann oder was weiß ich. Natürlich sollte der Hinweis nicht allzu subtiler Natur sein, eher schon von zaunpfahlhafter Qualität sein, denn die meisten Leser sind erfahrungsgemäß ziemlich begriffsstutzig, um nicht zu sagen doof. Deshalb also: Gina!!! Sind meine verdammten vietnamesischen Maultrommeln endlich gekommen!?  Nein tut mir leid Herr Strunzenblop (auch wichtig, seines Namens wegen war er oft Opfer von Hänseleien, was einer der Gründe für seine Obsession sein könnte), ich habe ihnen doch gesagt, ich rufe sie an, sobald sie da sind!&lt;br /&gt;
Irgendwann sind die Dinger dann wohl doch geliefert worden, direkt aus Vietnam, aus den Knochen von gefallenen US-Soldaten von Sweatshop-Kinder geschnitzt. Herr Strunzenblop war naturgemäß überglücklich, nahm ein paar mit nach Hause und versrpach, die hundertsiebzig weiteren, die diese Monatslieferung enthielt, später abzuholen. Herr Strunzenblop hatte mit den Ethno-Laden-Inhabern ausgemacht, dass er im Monat ca. 180 Stück braucht, weshalb diese einen Vertrag mit besagten Sweatshop abgeschlossen hatten  auf fünf Jahre beiderseits gebunden - jedes Monat 180 Vietnamesische Maultrommeln geliefert zu bekommen  sie erahnen schon, wo das hinführen muss. Herr Strunzenblop ist ganz euphorisch und aufgrund seiner Aufregung und des für ihn völlig ungewohnten Designs der Maultrommeln, führt er sich diese in die falsche Öffnung ein und verblutet allein am kalten Parkett seiner kleinen Ein-Zimmer-Wohnung im dritten Stock. Gina und ihre lesbische Chefin Ludmilla, ein ehemaliger Ringer-Star, sehen sich nun mit dem Problem konfrontiert, große Mengen von Maultrommeln verkaufen zu müssen oder Konkurs anzumelden, darum jetzt dieser Zetteln im Schaufenster. Ein höchst kläglicher Versuch, zugegeben, aber die beiden waren nicht besonders helle und haben es zudem versäumt, einen Lehrkurs für Werbung zu besuchen. Letzten Endes bleibt ihnen nichts anderes übrig, als den Laden zu schließen. Die beiden gehen zurück in ihre alten Berufe  hier nun der Sich-selbst-auf-die-Schulter-klopf-Moment für die besonders aufmerksamen  allerdings mit mäßigem Erfolg. Schließlich heiraten die beiden, zuerst sich gegenseitig, danach jeweils einen Mann  die eine aus Liebe, die andere aus steuerlichen Gründen, genauer gesagt der neu erlassenen Vergnügens- und Luxussteuern auf Homosexualität wegen. Ich verrate jetzt nicht, welche von den beiden aus welchem Grunde, aber ich verspreche ihnen: Sie werden überrascht sein.&lt;br /&gt;
..Aber da der Versuch, eine derartig gesellschaftlich brisante, ja weltverbesserlich-subversive Geschichte zu schreiben aufgrund der harschen Zensur und nicht zuletzt wegen der Quanten zwangsläufig zum Scheitern verurteilt ist, lasse ich es lieber sein. Ist vermutlich besser so.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-10-12T12:18:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3830419/">
    <title>Ein Hoch auf die Pseudo-Lyrik</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3830419/</link>
    <description>Da ich gerade nicht die Muße finde, mich der prosaischen Erzählung zu widmen, hier ein paar ungeschliffene möchtegern-poetischen Ergüsse meinerseits - alles sehr spontan, innerhalb einiger Minuten geschrieben und mehr zum Festhalten eines Gedanken als der Schönheit des Spiels mit der Sprache wegen. Man möge mir darüber hinaus die Holprigkeit entschuldigen. Die Gedichte haben, von thematischen Überschneidungen abgesehen, nichts miteinander zu tun, sind also als Fragmente fiktiver längerer Gedichte zu lesen (bis auf das letzte, das is wenigstens halbwegs in sich geschlossen ist...ein Hoch auf mich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom großen Rad zermahlen, ganz dünn und durchsichtig - &lt;br /&gt;
die Seele erleidet Qualen, und niemand fühlt sich richtig&lt;br /&gt;
wohl dabei und stirbt, als kleiner Fisch im großen Meer&lt;br /&gt;
der sich einsam fühlt wie im Goldfischglas und leer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als kleiner Fisch im großen Meer&lt;br /&gt;
Da fühlt ich mich unfassbar leer,&lt;br /&gt;
ganz ohne Horizont und ohne Grenzen&lt;br /&gt;
kann ich niemals mehr so glänzen&lt;br /&gt;
wie ich es tat, und nie vergas,&lt;br /&gt;
in meinem kleinen Goldfischglas.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erinnerung sie ist lebendig noch&lt;br /&gt;
Und frisch, wird verblassen sie  doch&lt;br /&gt;
Zu schnell, wie jedesmal, wie immer,&lt;br /&gt;
bald lieg ich allein in meinem Zimmer,&lt;br /&gt;
versuche an den Funken und das Glimmen&lt;br /&gt;
zu denken der erhellte meiner Seele Loch&lt;br /&gt;
doch alles wird nur immer mehr verschwimmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man muss nicht immer alles gleich benennen,&lt;br /&gt;
so sagst du, scheinst den Ausspruch nicht zu kennen,&lt;br /&gt;
der da besagt, dass erst der Name es sein möge,&lt;br /&gt;
der den Dingen eine Bedeutung übertröge,&lt;br /&gt;
der es der Unwichtigkeit enthöbe&lt;br /&gt;
in der es andernfalls verblöbe &lt;br /&gt;
was mich nachdenklich dann doch stimmt,&lt;br /&gt;
mir fast schon jede Hoffnung nimmt - &lt;br /&gt;
denn kein schlimmres Schicksal mir auszumalen&lt;br /&gt;
wäre ich in der Lage, schlimmer als die Qualen,&lt;br /&gt;
die ich erlitte, würdest du mir sagen,&lt;br /&gt;
dass was passierte in diesen Tagen,&lt;br /&gt;
vor der Leinwand, unter den Sternen, im Baum,&lt;br /&gt;
nicht real war, nichts weiter als ein schöner Traum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
well, you know...whatever, nevermind.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-06-12T20:11:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3785128/">
    <title>Paranoia</title>
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    <description>Ich fühle mich verfolgt von einem affenartigen Wesen. Nie sah ich es von Nahem, nie deutlich vor mir, doch vermag ich es als gut menschengroßen Affen beschreiben, den die kräftigen langen Arme eines Orang-Utans mit dem Körperbau Madonnas verbindend - lange blonde Haare verdecken halb sein (oder ihr, da bin ich mir nicht ganz sicher) von Narben zerfurchtes Gesicht, die langen Reißzähne im geifernden Maul sowie die vorstechende, aggressive Nase vermögen sie allerdings nicht zu verbergen. Ständig leicht dieses Wesen hiner mir, nie zeigt es sich mir - stets verschwindet es, wenn ich in die Richtung blicke, in der ich es vermute, nur aus dem Augenwinkel vermag ich es von Zeit zu Zeit zu betrachten, erfüllt von Angst, der Panik nahe - doch ich weiß, sollte ich in Panik geraten, so ist es um mich geschehen. Alles, nur keine zu plötzlichen Bewegungen - noch ist sie (oder er) ein ganzes Stück entfernt, doch kommt sie näher? Sie &lt;i&gt;kommt&lt;/i&gt; näher, nicht wahr!? &lt;br /&gt;
Den Gedanken an die Flucht unterdrückend gehe ich aber ruhig weiter durch die dunklen Straßen dieser Stadt, versuche, auf andere Gedanken zu kommen - welch schönen Schatten die von der Straßenlaterne beleuchtete riesenhafte Pagode auf den Sozialbau wirft! Doch niemals wird er verbergen können, was dahinter geschah, geschieht, geschehen wird - hinter den Fenstern zerschundene Seelen, vom goßen des Lebens Rad gemahlen, nur ein dünner Film mag noch übrig sein -  kaum mehr vermag er, den blanken Hass auf alles Fremde zu verbergen. Wie gut es ihnen doch gehen würde, wenn es keine Fremden mehr gäbe in dieser Stadt, so denken sie vielleicht, doch das Wort denken ist hier wohl fehl am Platze - Empfindungen mögen es sein, vielleicht Instinkte - ein denkendes Wesen allerdings, so hoffe ich, vermag sich von solchen Empfindungen zu distanzieren.&lt;br /&gt;
Je schneller ich gehe, desto näher kommt mir das Wesen, so schießt es mir durch den Kopf wie eine Kugel, verdrängt alle anderen Gedanken, zerfetzt sie geradewegs - ein schreckliches Gefühl, nur diesen einen Gedanken im Kopf zu haben. Und doch gelingt es mir, der Panik nicht anheim zu fallen, meinen Schritt zu verlangsamen, fast schleichend bewege ich mich fort. Ich verspüre den Zwang, laut zu schreien, mich umzudrehen und das Wesen zu attackieren, so wie man oft den beängstigenen Drang verspürt, vor die in die Station einfahrende U-Bahn zu springen - oder dem Abgrund, in den blickt, entgegenzufallen. Doch wie so oft unterdrücke ich auch diesmal den Trieb, das Verlangen in mir - in der Gewissheit, dass ich es später bereuen würde. Wie jedesmal versuche ich mir einzureden, es wäre besser so, nie schaffe ich es völlig - und doch vermag ich es nie zu tun.&lt;br /&gt;
Nur noch ein paar hundert Meter, so denke ich, doch schiebe ich den Gedanken sogleich wieder beiseite, in der Angst, das Wesen könnte ihn spüren. Ich höre sie (oder ihn) nun ganz deutlich, nur wenige Meter hinter mir schlurft das ausgezehrte, vom Hunger getriebene Wesen. Fast vermag sich seinen stinkenden Atem in meinem Nacken fühlen, doch ist dies wahrscheinlich nur Einbildung - unmöglich, dass es sich so nah an mich herantraut, obwohl ich mich völlig unter Kontrolle halte. Und doch..&lt;br /&gt;
Was es wohl mit mir machen würde, so es mich erwischt, so denke ich, in der Hoffnung es durch meine Gedanken von mir fern zu halten - welch törichter Einfall. Würde es mich vielleicht zerfetzen, mein Blut trinken und sich in meinen Eingeweiden laben? Würde es mir den Schädel von den Schultern reißen und meinen Schädel als Suppenteller verwenden - eher unwahrscheinlich, denke ich, in mich hinein lächelnd. Würde es mir meine Gedanken, meine Kreativität, meine latente Todessehnsucht sowie meinen unerschütterlich-naiven Glauben an das Gute im Menschen rauben? Ich vernehme ein kehliges Knurren, direkt hinter meinen rechten Ohr - ich nehme das Mal als ein ja, so denke ich, meinen Schritt dezent beschleunigend, die letzten paar Meter sowie die Türschwelle hitner mich bringend - endlich geschafft endlich zu Hause - mein Refugium, niemals wird sie (oder er) hier eindringen.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-30T22:09:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3729394/#3730380">
    <title>Ha, gute Idee. Den Anfang hätten wir schon: &quot;Geniert kassiert...&quot;. Ich...</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3729394/#3730380</link>
    <description>Ha, gute Idee. Den Anfang hätten wir schon: &quot;Geniert kassiert...&quot;. Ich vermute es geht um die Abenteuer eines sich seines Berufes schämenden Fahrkartenverkäufer. Früher war er beim Zirkus, war als &quot;EL Magnifico&quot; in ganjz Europa bekannt für seine mehr als gewagten Nummern auf dem Trapez (ich denke hierbei an sowas wie in Fear and Loathing mal vorkommt..Baby, Nabelschnur Hammer, Hundeastronaut, alles von höchster Wichtigkeit). Aber dann hat er sich eine Sehnenscheidenentzündung zugezogen und leidet unter Schilddrüsenunterfunktion, weshalb er sich jetzt diesen, ihn nicht erfüllenden Job suchen musste. Vermutlich endet das ganze mit einem Amoklauf, bei dem er mit einem Koffer in der Hand in das Krone-Gebäude in Döbling läuft und schreit: &quot;Ich spreng uns alle in die Luft.&quot; Nur tun tut er es leider dann doch nicht.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-15T08:07:38Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3729394/#3729755">
    <title>Nicht vergessen: Wo ROT regiert, wird ab[kassiert]!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht...</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3729394/#3729755</link>
    <description>Nicht vergessen: Wo ROT regiert, wird ab[kassiert]!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielleicht wird aus Eingeklammertem ein eigener Text, es ist quasi ein Sammelroman auf Plakatwänden, und ein wenig weniger zu lesen...</description>
    <dc:creator>valtl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 valtl</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-14T23:55:26Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3729394/">
    <title>Der Flaneur</title>
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    <description>In letzter Zeit ertappe ich mich immer wieder dabei, zu spazieren. Das mag jetzt zu mir passen wie Butter auf einen Rauhhaardackel, doch ist es auf eigentümlich-befreiende Art und Weise befriedigend um nicht zu sagen befriedend. Nun möchte ich natürlich nicht des, stark mit dem Spießbürgertum verwobenen &quot;Spazierengehen&quot; in Zusammenhang gebracht werden, wesahlb ich mich eher als baudelaire&apos;schen Flaneur sehe. Der augenmerkliche Hauptunterschied liegt hierbei für mich darin, dass das Flanieren in Einsamkeit und für mich selbst geschieht, während das Spazierengehen wohl eher eine soziale, oft zweisame Tätigkeit darstellt, bei der über Belanglosigkeiten palavert und nicht über Belangvolligkeiten paldovert wird.&lt;br /&gt;
Nie fällt es mir so leicht, all die entrückend-verwirrenden Gedanken, die meinen Kopf in den letzten Tagen in so großer Zahl behausen zu entwirren, als beim gepflegten Flanieren über die Straßen und Plätzen dieser schrecklich-schönen Stadt (ja, der Bindestrich IST wichtig). Wobei nicht unerwähnt bleiben darf, dass ich natürlich nicht des Flanierens wegen flaniere, dieser tautologischen Widerwärtigkeit entziehe ich mich, indem ich mir sage, dass ich rein von wissenschaftlichen Erkenntnisinteresse getrieben mich fortbewege. Mein Interesse betrifft hierbei sowohl die unterschiedlichsten Ethnologien und ihr Bräuche und Sitten, die soziologisch-politische Lage in einer U-Bahn, die zahlreichen kleinen Kriegsschauplätze dieser Stadt sowie die neuesten Errungenschaften der Werbewirtschaft, sprich: ich sehe mir Menschen und Werbungen an.&lt;br /&gt;
Ein ganz besonderes Vergnügen bereitet es mir hierbei, die kleinen Rätsel, die einem der Alltag so oft stellt zu beantworten versuchen. Zum Beispiel: Übergewichtige Frau: Schwanger, ode doch nur fett? oder, beim Vorübergehen an den Schaufenstern eines überteuerten GEschäftes wie B&amp;O - Minimalismus oder doch schon Konkurs? Immer diese abstruse Nervenkitzel dann genauer hinzusehen und des Rätsel Lösung versuchen zu eruieren, wunderbar.&lt;br /&gt;
Nun gibt es natürlich nicht nur schöne Dinge, die einem beim flanieren passieren, nein, oft fällt der Blick auch Plakate, die mich derart zu verwirren vermögen, dass ich den ganzen Tag an fast nichts anderes mehr denken kann. Wie  Blutegel saugen sich die Gedanken fest, rammen ihre mit Widerhaken bewehrten Mäuler in die weiche Masse meines Hirns mit der Absicht, es nie wieder loszulassen, bis ich das Rätsel dieser Plakate endlich gelöst habe. Ich spreche natürlich von den aktuellen Plakaten der, von mir hoch geschätzten, gemäßigt rechts-bürgerlichen Partei FPÖ unter der Führung des Kameraden HC-Män. Nun ist es nicht der Inhalt, der hier zu verblüffen vermag, dieser ist vorhersehbar und offensichtlich wie eh und je. Einzig die Zeichensetzung scheint ein wenig nun..der Verwirrung anheim gefallen zu sein. So schreit es einem derzeit zum Beispiel in ganz Wien entgegen: SPÖ KASSIERT UN[GENIERT]! Okay, wie gesagt, Aussage ist klar verständlich, selbst für mich und mein drogenverseuchtes Alkoholikergehirn. Aber was um alles in der Welt sollen diese Klammern? So wie ich das verstehe, soll das ganze dann heißen: &quot;Spö kassiert ungeniert&quot; oder: &quot;Spö kassiert un&quot;, wenn man das in der Klammer stehende weglässt - was allerdings das kleine Problem mit sich bringt, dass &quot;Spö kassiert un&quot; ungefähr den Bedeutungsinhalt eines in lauwarmen Wasser eingeweichten Weißbrotes hat (obwohl...das ist ja schon fast wieder Kunst). Es besteht natürlich auch die Möglichkeit, dass des HC-Mäns Untertanen in der Werbebranche ein kleiner Fehler unterlaufen ist, und die Klammer stattdessen um das [un] stehen sollte - was allerdings an der Weißbrotartigkeit der Bedeutung leider nur sehr wenig ändern würde. Langer Rede kurzer Sinn, der HC-Män sollte seine Werbestrategie vielleicht nochmal überdenken. Er will doch seine Zielgrupe intellektuell nicht vollkommen überfordern, was sie zweifellos wäre, wenn diese in der Lage wäre, die Plakate zu lesen. Hmm - vielleicht doch nicht ganz ungeschickt: Er will uns wohl damit so vollends verwirren, dass wir uns als schrecklich dämlich wähnen und es darum in Erwägung zögen, seine Partei zu wählen! Sehr gefinkelt, HC-Män, seeeehr gefinkelt, aber nicht mit mir! Ich verfluche dich und gründe hiermit den VBÜVPW, den Verein zur Bekämpfung von Übermäßig Verwirrender ParteiWerbung, der es isch zum Ziel gesetzt hat, diesen und ähnlich Stumpfsinn auf ein Minimum zu reduzieren und die Parteien zu zwingen, einfach nur ihren Namen auf die Plakate zu drucken. Ein Sekundärziel meinerseits, dass allerdings nicht von allen Mitgliedern des Vereinsvorstandes mitgetragen wird, ist es, des HC-Mäns Pool mit Candirus zu bevölkern (bei Interesse bitte Wikipedia befragen).</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-05-14T21:03:00Z</dc:date>
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    <title>Flamme, alles was ich fasse. Asche, alles was ich lasse. Feuer bin ich, sicherlich.</title>
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    <description>Okay, Notiz an mich selbst: Freunden einen Gefallen tun und sie bei der Arbeit besuchen: schlecht. Obwohl, eigentlich eine Erfahrung die ich nicht missen möchte. Dieser seltsame steirische Herbst (mit leichter jahreszeitlicher Verwirrung) hat schon was: Ein latenter Alkoholismus in der Luft, der dem des Christkindlmarktes um nichts nachsteht - nur dass es anstatt des Punsches Bier gibt (steirisches, natürlich). Und die kandierten Früchte, Nüsse, Zigarrettenstummel und ähnliches gibt es leider auch nicht aber dafür allerlei Erzeunisse uas den beiden wichtigsten (und augenscheinlich einzigen) Erzeugnissen der Steiermark: Äpfel und Kürbiskernöl. Verdammter Kürbiskernleberkäse mit frittierten Apfelspalten - oder Apfelpüree mit Kürbiskernbrot - und natürlich Brezeln. Alles schon widerlich genug, aber die Stimmung dort: Ich habe jetzt eine ungefähre Vorstellung, wie es wäre, wenn die Nazis den Krieg gewonnen hätten. Strahlende arische alte Fauen mit ihren ebenso arischen, aber weniger strahlenden Männer, in Lederhosen und Dirndln gekleidet - kleine schrecklich laute Kinder die vor einer Bühne sich in Heu wälzen - Blasmusikkapellen die die akustische Kulisse dieses Schauspiels von erstaunlich-schrecklicher Schönheit bilden. Keifende alte Frauen, notgeile alte Männer, alles da. Die ganzen verdammten Straßenbahnen von und zu diesem...Happening gefüllt mit alten athritisch-gastritischen alten Menschen, die Straßen gefüll mit Hüte-tragenden alten Männern die davon überzeugt sind, dass sie noch Auto fahren können. Würde mich kaum wundern, wenn die Umfallstatistik zu dieser Zeit des Jahres völlig unerklärliche Spitze aufzeigen würde. Das war das gottverdammte sechste Reich.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-21T20:27:00Z</dc:date>
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    <title>natürlich ist das ein Vorurteil, aber leider in der Gastronomie häufig traurige Realität...</title>
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    <description>natürlich ist das ein Vorurteil, aber leider in der Gastronomie häufig traurige Realität - und ich will mich doch auch nicht gegen ALLE Konventionen sträuben, das wäre ja wirklich albern ;)</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
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    <dc:date>2007-04-20T08:55:14Z</dc:date>
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    <title>Woah!&lt;br /&gt;
Der Klassiker der handgewürgten Waldlanguste scheint sich ja in...</title>
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    <description>Woah!&lt;br /&gt;
Der Klassiker der handgewürgten Waldlanguste scheint sich ja in absehbarer Zeit zu verwirklichen.&lt;br /&gt;
...und das mit den Vegetariern ist ein böses Vorurteil, gegen welches ich regelmäßig ankämpfen muss... da muss ich ständig irgendwas essen, nur &apos;weil kein Fleisch drin ist&apos; und es somit quasi für mich ausgezeichnet wurde...</description>
    <dc:creator>valtl</dc:creator>
    
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    <dc:date>2007-04-20T05:38:39Z</dc:date>
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    <title>Mmmmh...Pandablut</title>
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    <description>Ich habe einen Traum: Ein eigenes Restaurant, und es soll das gottverdammt nochmal das widerlich dekadenteste Lokal Europas werden. Ich will ein eigenes Hochhaus dafür errichten, es in den obersten beiden Stockwerken unterbringen - und die restlichen Stockwerke bleiben unbewohnt, allerdings soll in jedes Stockwerk, vom gläsernen Fahrstuhl gut sichtbar, ein sündhaft teures Gemälde oder ein Stück Outsider-Kunst, also zum beispiel ein Haufen Müll, darüber ein Schild auf dem steht: &quot;Revolution&quot; - oder ähnliches sich befinden. Der Fahrstuhl soll riesige Ausmaße haben und in quälender Langsamkeit nach oben gleiten, während aus den Lautsprecherboxen Riot-Grrl-Musik dröhnt und die Fahrgäste durch winzige Zerstäuber, die an der Decke eingebaut sind, mit gülden gefärbten getrockneten Nerz-Innereien bestäubt werden. Das Restaurant selbst soll sehr schlicht gehalten sein, so schlicht, dass es kaum Möbel gibt: Die Gäste müssen ihr Essen im Stehen, an gewellte und mit Massage-Geräten ausgestattete Wände gelehnt einnehmen. Wodurch sich natürlich das ewige Problem ergibt: Wie soll man im Stehen essen, während man den Teller in der einen, ein Glas Wein in der anderen Hand trägt? Meine Lösung für dieses Problem, dass die Menschheit wohl schon plagt, seit sie sich aufgerichtet hat, ist die Folgende: Spezielle, eigens dafür ausgebildete Wein-Kellner nehmen den zum Essen passenden vergorenen Traubensaft in den Mund und spucken den Gästen diesen dann in hohem Bogen, auf Wunsch auch küssend, in die offenen Mäuler. Die Wände und den, dank meines Konzeptes höchst überflüssigen, da leerstehenden Boden, sollen widerlich-pornographische Kollagen zieren. Ich stelle mir da etwas vor wie eine Frau mit weit gespreitzten Beinen, das Geschlechtsteil herausgeschnitten und stattdessen das Bild einer Schlange mit einem Apfel im Mund eingesetzt. Ich hoffe sie haben eine ungefähre Vorstellung davon, wie ich mir das vorstelle - die genaue Ausarbeitung überlasse ich natürlich den eigens dafür angstellten Künstlern.&lt;br /&gt;
Doch wir sollten natürlich nicht das wichtigste vergessen: Das Essen. Es wird nur Gerichte geben, die von vom Aussterben bedrohten Tieren stammen. DIe Speisekarte selbst wird aus gegerbten Elefanten-Pergament bestehen, geschrieben mit dem Blut eines Kommodo-Warans. Die Highlights werden die große Delfin- und Walplatte an Pandagedärm-Spiegel sowie das Babyrobben-Schnitzel darstellen - die Gerichte sind noch nicht ausgereift, dies sollte aber kaum ein Problem darstellen. Natürlich gibt es auch eine Auswahl an vegetarischen Gerichten - da Vegetariern aber sowieso relativ egal ist, was sie essen (solange es nicht vom Tier stammt) setze ich denen einfach in Bier geschwenktes Heu oder ähnliches vor und behaupte es wäre Nina Hagens und Iggy Pops Lieblingsgericht. Ich bin davon überzeugt, dass das quasi ein Erfolg werden &lt;i&gt;muss&lt;/i&gt;. Ich gehe schon einmal mein Elfenbein-Messer mit Koalaknochen-Griff wetzen.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
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    <dc:date>2007-04-18T22:32:00Z</dc:date>
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    <title>Spiritualität III.</title>
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    <description>Ich habe zu Beginn gesagt, dass ich nie viel über Spiritualität nachgedacht habe. Nun, das stimmt so nicht ganz: Ich habe bis vor kurzem nicht viel über Spiritualität nachgedacht. Wie es dazu kam, dass dieses mir vorher so gleichgültige Thema auf einmal an Bedeutung gewann? Auf die herkömmliche Art und Weise: Ich hatte Probleme, gesundheitlicher Art. Knapp zwei Monate, nachdem ich Lisa verlassen hatte, wurde ich in der Nacht in betrunkenem Zustand von einem Wagen erfasst: Unfall mit Fahrerflucht. Der Täter ist bis heute nicht gefunden und ich lag mit komplizierten Arm- und Beinbrüchen sowie einer starken Gehirnerschütterung und Hautabschürfungen am ganzen Körper im Krankenhaus. Ich konnte von Glück sagen, dass meine inneren Organe keinen Schaden davongetragen hatten, allerdings äußerte der Arzt mir gegenüber die Vermutung, dass es notwendig sein könnte, mein linkes Bein zu amputieren. Ich geriet in Panik und begann zu schreien und zu toben. Man musste mir starke Beruhigungsmittel spritzen. Und in diesem schrecklichen Moment, kurz bevor ich einschlief, schon halb im Delirium, einem Delirium des Schmerzes, der Angst und der Verzweiflung fand ich in mir etwas, dass ich nie zu finden erwartet hätte: Glaube, und die damit verbundene irrationale Hoffnung darauf, dass irgendwie schon alles gut wird. Ich wurde ganz ruhig, konzentrierte mich auf diesen kleinen Funken in mir, versuchte ihn zu stärken  und es gelang mir schließlich, die dunklen Tiefen der Verzweiflung zu erleuchten. Später sagte man mir, dass ich mit einem geradezu seligen Lächeln auf den Lippen eingeschlafen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nun, mein Bein konnte schließlich gerettet werden, heute ist es mir wieder möglich, ohne jegliche Hilfsmittel zu laufen. Der kleine Funke jedoch, den ich in dieser dunklen Stunde entdeckt habe, den habe ich nicht wieder verloren. Der Gottesglaube, auf dem diese Hoffnung fußte, ist mir, wie den meisten Leuten, denen es gut geht, wieder verloren gegangen  und das ist auch gut so. Ich bete heute so wenig wie ich zuvor gebetet habe, besuche die niemals die Kirche, Pfaffen und frömmelnde Kirchgänger sind mir noch immer hochgradig suspekt. Und doch ist es schön zu wissen, dass dieser Funke irgendwo in mir ist und stärker werden kann, wenn ich ihn brauche. Man könnte meinen Glauben als opportunistisch bezeichnen, ich würde dem wohl zustimmen müssen  und es wäre mir egal. Denn was zählt ist letztendlich nur, dass man halbwegs glücklich durchs Leben zu gehen vermag. Und wenn ein wenig schizophrener Glaube einem dabei helfen kann, schwierige Zeiten zu überstehen, dann soll mir das nur recht sein. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;...und nicht vergessen, Regel Numero Uno in der Literaturwissenschaft: Autor =/= Erzähler - oh, und nciht das Handtuch vergessen&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-11T21:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3539598/">
    <title>Spiritualität II.</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3539598/</link>
    <description>Ich zog zu einer Freundin, ihr Name war Lisa. Sie war damals gerade 19 geworden und studierte Theologie. Seltsam eigentlich, ich habe sie nie nach dem Grund dafür gefragt. Ich war schrecklich in sie verliebt und genoss jeden Augenblick, den ich mit ihr verbringen durfte, sog jedes Wort, das sie sprach auf. Für mich war sie damals viel mehr als nur meine Freundin, sie war mein Lehrmeister und Psychologe. Vieles von dem, was sie zu sagen hatte, verstand ich damals kaum oder nur teilweise  es war mir egal. Sie erzählte mir vom Christentum, von der Bibel, von Jesus, von der Allmächtigkeit des Herrn  und schließlich davon, warum sie das alles ablehnte. Erst spät realisierte ich, dass diese von mir so geliebte Frau haargenau dieselben Ansichten vertrat wie meine Mutter das getan hat  nur wusste sie diese auch zu argumentieren. &lt;br /&gt;
Nun, ich wohnte über drei Jahre zusammen mit Lisa in ihrer kleinen Anderthalb-Zimmer-Wohnung, wobei ich sie im letzten Jahr kaum mehr zu Gesicht bekam. Ständig war sie unterwegs, fuhr mit ihren Kollegen zu Yoga-Ausflügen, organisierte Veranstaltungen, nahm an Briefings und Meetings teil und hielt diese zum Teil auch selbst ab  sie ging völlig in ihrer Funktion als Mitarbeiterin ihrer verdammten Sekte auf. Nun, das es sich bei der Neuen Akropolis, wie der Name dieser Vereinigung lautete, um eine Sekte handelte, davon erfuhr ich erst später. Oftmals drängte sie mich dazu, doch einmal einem der Treffen beizuwohnen. Es handele sich um philosophische Diskussionsrunden mit Praxisbezogenheit und Bodenständigkeit. Bei diesen Worten hätten eigentlich bereits erste Alarmglocken erklingen sollen  ich war allerdings durch meine Liebe zu ihr verblendet und folgte ihr. Mein erstes Zusammentreffen mit der Neuen Akropolis sollte aber zugleich auch das letzte Mal sein. Das Treffen fing recht harmlos an, Menschen aller Altersgruppen setzten sich in einem recht warmen und stickigen Altbau-Keller auf unbequeme, kreisförmig angeordnete Holzstühle, sprachen ungezwungen miteinander, scherzten, bedienten sich bei dem zueimlich kärglichen Buffet-Tischchen  aber sobald der Vortragende in die Mitte des Kreises ans Podium trat, wurde es totenstill, alle Augen waren erwartungsvoll auf den Mittvierziger in der langen weißen Kutte gerichtet. Und als er, nach einer kurzen, bedeutungsvollen Pause, zu sprechen begann, ganz ruhig, jedoch mit starker, fester Stimme, hingen sie an seinen Lippen, sogen begierig seine Worte in sich, starrten ihn mit offener Heldenverehrung an. Und als ich dann hören musste, was es war, dass diese Menschen hier um mich fast zu Tränen rührte und wozu sie willenlos mit dem Kopf nickten, war ich mehr als nur geschockt: Der Gruppenleiter, so sein Titel, sprach von den Übeln der Zivilisation, von der Verderbtheit der Menschen angesichts der zunehmenden Technifizierung, vom Gräuel des Fortschritts, von der Notwendigkeit, ein großes Heer aufzustellen und vom einzigen Weg, den drohenden Untergang der Menschlichkeit abzuwenden  was dieser Weg sein sollte, das weiß ich bis heute nicht. Ich verließ das Treffen vorzeitig und zog  wenige Tage danach aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;...tbc&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-08T22:24:00Z</dc:date>
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    <title>Spiritualität</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3537603/</link>
    <description>Ich habe nie viel über Spiritualität nachgedacht, was viele verwundern würde, wenn sie über mein bisheriges Leben Bescheid wüssten. Meine Mutter war ein höchst spiritueller Mensch  so hätte sie sich selbst bezeichnet, ich finde den Begriff Verdammter New-Age-Hippie sehr viel passender  und ließ kaum eine Gelegenheit aus, auch andere Menschen für ihre Vorstellung der Lebensführung zu gewinnen. Mir war es egal, immerhin musste ich sonntags nicht, wie die meisten anderen Kinder meines Alters, in die Kirche gehen. Lediglich der Traumfänger, der seit ich denken kann über meinem Bett hing und den meine Mutter mir abzuhängen verboten hatte ging mir gehörig auf die Nerven. Er hing immer über mir, wie ein Mahnmal übertriebener mütterlicher Fürsorge, die mich sogar noch im Schlafe beschützen wollte  eine Fürsorge, die ich im frühkindlichen Alter vielleicht genoss, die ich aber mit zunehmenden Alter immer stärker als einengend empfand.&lt;br /&gt;
Und dann war da natürlich noch die Sache mit der Homöopathie, in welche meine Mutter, wie so viele Menschen die sich als spirituell bezeichnen, größte Hoffnungen setzte. Nun, das ganze war halb so schlimm  hatten wir mal Fieber, bekamen wir kein Aspirin, sondern von Cherokee-Indianern in Zusammenarbeit mit südostasiatischen Schamanen hergestellte Tabletten, jede so groß wie Texas und mindestens ebenso schrecklich: groß, trocken, das Aussehen eines trockenen Stücks Scheiße und der Geschmack eines trockenen Stücks zusammengepresster Erde (was, wie ich später erfahren sollte, tatsächlich auch die Hauptzutat dieser Tabletten darstellte). Genützt haben sie nichts, höchstens das Immunsystem gestärkt  aber das tut Scheiße essen auch und das fand meine Mutter, im Gegensatz zu manchen anderen spirituellen Menschen auch wieder nicht gut. Aber geschadet haben sie wenigstens auch nicht. Das scheint überhaupt der Grundsatz der Homöopathie zu sein: Es nützt vielleicht nichts, aber vielleicht, wenn man ganz ganz fest dran glaubt doch  und wenn nicht: Hey! Immerhin schadet es auch nicht!&lt;br /&gt;
Was allerdings dann doch etwas problematisch war, war der Glaube meiner Mutter an Wunderheiler. Meine Mutter wuchs in einer höchst christlichen Familie auf und war lange Zeit auch selbst sehr gläubig  bis sie schließlich sehr jung schwanger wurde, mit ihrem damaligen Freund zusammenzog und sich völlig von ihrer Familie abkapselte  sie hat sie seitdem nie mehr gesehen. Ich habe meine Großeltern nie kennen gelernt. Worüber ich, nach allem, was mir erzählt wurde, auch sehr dankbar bin.&lt;br /&gt;
Nun, meine Mutter lehnte seit dem Zeitpunkt ihres Bruchs mit ihren Eltern das Christentum und insbesondere den Katholizismus kategorisch ab, ja entwickelte einen regelrechten Hass auf alles, was irgendwie mit der Bibel, dem Papst und der Kirche in Verbindung stand. Eines allerdings schien sich nicht verändert zu haben: Ihr Glaube und ihre Verehrung von Togen tragenden bärtigen Männern, die von sich behaupten, über übermenschliche und übersinnliche Kräfte zu verfügen. Nur hieß dieser nun nicht mehr Jesus sondern Dr. Jeffrey. Dr. Jeffrey, der übrigens ebenso sehr Doktor war ich Spezialist für besonders saugfähige Erwachsenenwindeln bin, wurde von meiner Mutter mit der Aufgabe betraut, meinen Vater, der im Alter von 36 Jahren an Lungenkrebs erkrankte, zu heilen. &lt;br /&gt;
Mein Vater liebte seine Frau, und versuchte, ihre Begeisterung für Spiritualität und Homöopathie zu teilen, was ihm allerdings niemals wirklich gelang. Er schien meiner Mutter allerdings in dieser schwierigen, ja lebensgefährlichen Situation in hohem Maße hörig zu sein, nie hörte ich ein Wort des Zweifels aus seinem Mund, ganz egal wie viele Schlammbäder, Sonnenbestrahlungen und Kristalltherapien er ohne jeglichen sichtbaren Erfolg hinter sich brachte. Er starb schließlich im Alter von 37 Jahren, eineinhalb Jahre nach dem Bekannt werden seiner Krankheit, völlig nackt mit dem Rücken auf einem wärmenden Stein liegend, über und über mit mythischen Runen und Schriftzeichen und weiß der Himmel was nicht allem bemalt.&lt;br /&gt;
Meine Mutter war sichtlich getroffen von seinem Tod, kam aber keine Sekunde auf die Idee, dass es vielleicht doch keine so schlechte Idee gewesen wäre, ihn der ihr so verhassten kapitalistisch-imperialistischen westlichen Medizin anzuvertrauen. Ganz im Gegenteil: Zwei Monate nach dem Tod meines Vaters heiratete sie wieder: Den netten Dr. Jeffrey, der so viel für ihren geliebten Mann getan hat und der ihr in dieser schwierigen Zeit so einfühlsam und mitfühlend zur Seite stand. Ganz plötzlich fühlte ich mich mit meinen damals 17 Jahren alt genug, auf eigenen Beinen zu stehen und zog aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;...tbc&lt;/i&gt;</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-04-08T08:20:00Z</dc:date>
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    <title>Aber irgendwie klar: Wer selbst dafür zu dumm ist, gehört gehenkt...&lt;br /&gt;
Stell...</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3492982/#3495074</link>
    <description>Aber irgendwie klar: Wer selbst dafür zu dumm ist, gehört gehenkt...&lt;br /&gt;
Stell dir vor, man würde gescheiterte Selbstmörder lebenslang einsperren...</description>
    <dc:creator>valtl</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 valtl</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-29T23:25:05Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3492982/">
    <title>Freitod</title>
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    <description>Schon seltsam, im England des Mittelalters und der Renaissance wurden Menschen, die beim Versuch, in den Freitod zu gehen gescheitert sind, vor ein Gericht gestellt und zum Tode verurteilt. In Frankreich war der Selbstmord nur einige Jahre später gesellschaftlich akzeptiert, es war Ärzten sogar erlaubt, Lebensmüden bestimmte Gifte zu verschreiben. In Marseille soll es gar einen Nach-Hause-Service für diese Gifte gegeben haben. Zwei so unterschiedliche Herangehensweisen, eine völlig gegensätzliche Moral und doch: dasselbe Ergebnis. Erstaunlich.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-29T13:26:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3455096/">
    <title>Ekel</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3455096/</link>
    <description>Manchmal, wenn ich so durch die Straßen gehe oder in den U-Bahnen dieser Stadt sitze, da überkommt mich wie aus dem nichts ein überwältigender Ekel vor allem menschlichen, vor allen Dingen vor den Menschen selbst. &lt;br /&gt;
Knochige Kinder die sich gegenseitig lautstark bedrohen. Fette Kinder mit einem Gehabe wie die Himmelskönigin persönlich. Orange Frauen ohne Augenbrauen. Weiße Frauen mit nur einer höchst buschigen Augenbraue. Grässliche alte Frauen, die sich von ihrem Friseur einreden lassen haben, dass sie mit lila gefärbten Stirnfransen &lt;i&gt;hip&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;flippig&lt;/i&gt; oder vielleicht sogar &lt;i&gt;trendy&lt;/i&gt; aussehen. Hässliche alte Männer die nicht die Finger von ihrem Gemächt lassen können. &lt;br /&gt;
Widerlich. Aber vielleicht bin ich ja der einzige, dem es so geht. Ich habe mich schon damit abgefunden, &lt;i&gt;seltsam&lt;/i&gt; zu sein, vielleicht muss ich mich jetzt auch damit abfinden, endgültig zum Misanthropen geworden zu sein. Nun, vielleicht liegts aber auch nicht an mir, sondern an &lt;i&gt;den anderen&lt;/i&gt;. Ja, das muss es sein.&lt;br /&gt;
Ich stelle jeden Tag aufs Neue fest, dass irgendwas in meinem Gehirn ein wenig fehlerhaft verkabelt zu sein scheint. &lt;br /&gt;
Zum Beispiel heute, ich spaziere ein wenig herum, des Einkaufens wegen, und komme an Reklametafeln vorbei. Juhuu, denk ich mir (oder vielleicht auch nicht..sogar ziemlich wahrscheinlich nicht - ich glaube nicht dass schon irgendjemand irgendwann mal &quot;Juhuu&quot; gedacht hat. Geschweigedenn gesagt. Oder gerufen. Allein der Gedank lässt mich erschaudern.), Plakate die ich noch nicht kenne, die sind wohl neu. Ich hielt also auf dem Gehsteig inne und sogleich springt mir ein kleiner Junge ins Geischt (bildlich gesprochen natürlich - allein der Gedanke..ihr wisst schon). &lt;br /&gt;
Der kleine Junge jedenfalls befindet sich in einer auf-jemanden-zulaufenden Haltung, also mit auseinandergestreckten Armen, wie man es immer in Filmen sieht. Auf grünen Wiesen, bevor sich die Liebenden endlich in die Arme fallen. Der Junge aber steht (oder läuft) am Strand, und neben ihm steht ihn großen schwarzen Lettern: ürkei. Ürkei? Aha, muss wohl der Name des Jungen sein, denke ich, während ich meinen Weg zum Billa fortsetze. &lt;br /&gt;
Ist es eigentlich zuviel verlangt, wenn ich beim Obst und Gemüse im Supermarkt meines Vertrauens (wohl eher Supermarkt meines &lt;i&gt;Misstrauens&lt;/i&gt;! Haha! Ha.) nicht unbedingt bereits schimmelnde und sich in eine undefinierbare faulige Masse verwandelnde Zitronen und/oder Zwiebeln sehen will? Ich nehme an ja. &lt;br /&gt;
Nun, bereits auf dem Weg zu eben erwähntem Supermarkt machte ich mir Gedanken über das zuvor gesehene - und frage mich langsam, warum auf dem Plakat ein grässlicher kleiner Junge Namens Ürkei abgebildet war. Doch die Lösung war nur einen Gedankenspung entfernt: Es muss sich wohl um einen dieser schrecklichen Kidnerstars handeln, so wie Heintje, Little DJ Ötzi oder Mozart (...und er rotiert im Grab). &lt;br /&gt;
Little DJ Ötzi war übrigens vor einiger Zeit mal bei Tausche Familie (&lt;i&gt;ähähäh...ich musste mir das ansehen..fürs Studium!&lt;/i&gt;). Nun, vielleicht verwende ich den Ausdruck in letzter Zeit etwas zu häufig, vielleicht verkommt er zur verharmlosend-euphemistischen Platitüde, aber dieser Little DJ Ötzi und sein durch und durch geisteskranker Vater verdienen es, sich diesen schon stark überstrapazierten Stempel von mir aufdrücken zu lassen: Nicht Lebensfähig.&lt;br /&gt;
Doch zurück zu Ürkei. Den gabs nämlich dann gar nicht. Also das Plakat schon, und der Junge war beim zurückgehen immer noch drauf, aber hieß nicht Ürkei. Vermutlich. Ganz sicher kann man sich da natürlich auch nicht sein, wäre eigentlich ein ganz hübscher Name. Klingt wie Kai, was allerdings ein grässlicher Name ist. Nun, langer Rede kurzer Sinn, Ürkei hieß eigenlich Türkei und ist auch kein Junge, sondern eine Tourismuswerbung. Oder so. Und der Junge mit den gespreizten Vorderextremitäten sollte wohl das T darstellen. &lt;br /&gt;
Immer diese verdammten Werbetexter mit ihren verschlüsselten Botschaften, wer soll denn da noch den Durchblick bewahren? Und überhaupt, Werbung für die Türkei in unserem schönen Österreicherland? Wenn das mal kein Fall ist den HC-Män und seine Crew! Apropros Werbetexter, wie wäre es mit: &quot;Wenn dir nicht mehr zu helfen ist - SOS Abendland&quot;. Ich warte auch schon auf die ersten Schmierereien von Strache-Symphatisanten: &quot;Nikolo 4 Life Oida&quot;.&lt;br /&gt;
...Nun, das ist wohl alles etwas aus dem Ruder gelaufen. Aber naja...whatever.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-19T23:36:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3437458/">
    <title>..Und ihr dachtet die Bibel wäre lächerlich</title>
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    <description>Okay, ich lasse mir, was Glauben angeht, ja viel einreden. An Gott glauben, ja, wenn es denn sein muss. An Homöopathie glauben, na gut, wenns hilft. An die Allmacht der katholischen Kirche, die Genesis und zum Leben erweckte Tischtennisbälle mit fünf Gehirnen, alles in Ordnung. Aber wie ein gesunder Mensch an das, was ich hier mal die &quot;Xenu-Geschichte&quot; nennen will, glauben kann ist mir völlig und über alle Maßen schleierhaft. Aber mal von Anfang an.&lt;br /&gt;
Xenu lebte vor 75 Millionen Jahren auf einem anderen Planeten und war Herrscher über ein großes Imperium aus 26 Sternen und 76 Planeten, zu denen auch die Erde zählte, welche zu diesem Zeitpunkt allerdings noch unter dem Namen Teegeeack bekannt war. Die Planeten des Imperiums waren mit durchschnittlich 178 Milliarden Einwohnern stark überbevölkert und der Widerstand gegen Xenu wuchs immer stärker an. Es sollte auch erwähnt werden, dass die Einwohner dieser Planeten zumindest menschenähnlich waren, ebenfalls Autos, Boote und Züge benutzten und Kleidung trugen, wie sie in den 50er und 60er-Jahren modern war. Nun, Xenu hatte also offensichtlich von Unmengen von Aliens in Schlaghosen, weshalb er beschloss, die überschüssige Bevölkerung der Planeten gefangenzunehmen und sie mithilfe eines injizierten Gemisches auf Glycol und Alkohol zu paralysieren. Die zu Salzsäulen erstarrten Schlaghosen tragenden ALiens wurden daraufhin in Raumschiffe, die genauso aussahen wie DC-8-Flugzeuge (die wohl am meisten verbreitenden Flugzeuge der 60er) aussahen, nur dass diese keine Triebwerke hatten. Nun, mit diesen triebwerklosen Fluggeräten deportierte er seine Gefangenen daraufhin nach Teegeeack, also den Planeten, den wir heute unsere Heimat nennen dürfen und ließ die Millarden von paralysierten Aliens in verdammten Schlaghosen aus Samt und Plateauschuhen und allem Drum und Dran um einige Vulkane aufstellen, warf danach Wasserstoffbomben in die Krater und ließ sie zeitgleich explodieren, was zur völligen Auslöschung der körperlichen Hüllen der Aliens führte. Allerdings existierten weiterhin ihre Seelen - die sogenannten Thetans. Als hätte Xenu nicht schon genug Unheil angerichtet, beschloss er nun, die Thetans mittels elektronischer Bänder einzufangen und sie in ein überdimensionales Kino zu stecken. Dort waren die armen Thetans gezwungen, sich einer Gehirnwäsche (auf höchst körperlose Art und Weise) zu unterziehen, ihnen wurden Daten über sämtliche Weltreligionen - von Gott über Satan bis Shiva und Vishnu - in die Köpfe gepflanzt. Die Thetans wurden dann endlich von ihrem Martyrium erlöst, waren aber höchst desorientiert, so ganz ohne Körper. Und Schlaghosen. Aber nach einiger Zeit entwickelten sich die ersten Menschen, welche die Thetans als Wirtskörper auswählten und sich in ihnen festsetzten. Die brachten ihr ganzes Wissen über die Weltreligionen mit, was schließlich bei den Menschen zur Entwicklung eben dieser, von Xenu erfundenen Fehlinformationen führte. Darüber hinaus waren die Thetans natürlich mächtig angepisst über alles, was ihnen widerfahren ist, und diese schlechte Laune wirkte sich auch auf dne Menschen aus - die Thetans sind also der Grund, warum alle Menschen immer schlecht drauf sind, und böse sind, und bei rot über Ampeln gehen und alten Frauen nicht die Tür aufhalten. Und außerdem sind sie Schuld an Hitler.&lt;br /&gt;
Gut, was hier vielleicht nach einer im Delirium von mir erfundenen Science-Fiction-Geschichte klingt, ist in Wahrheit eine genaue Übersetzung dessen, Ron L. Hubbard, der Gründer von Scientology, in einem seiner wichtigsten Werke beschrieben hat. Um es nochmals zu betonen: &lt;i&gt;Dies ist, woran Scientologen glauben&lt;/i&gt;.&lt;br /&gt;
Tut mir leid, ich bin ja was den glauben betrifft wirklich tolerant - ich meine hey, wenns demjenigen hilft, warum nicht? - aber ich bin der Überzeugung, dass niemand, der an so etwas glaubt, und ich meine &lt;i&gt;wirklich&lt;/i&gt; glaubt noch irgendeinen Bezug zu einer irgendwie gearteten Realität besitzt. &lt;br /&gt;
Oh, und ich fordere, adss Star Wars ebenfalls als Religion anerkannt wird...</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-03-15T00:07:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3399757/">
    <title>Killernerze</title>
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    <description>Was geht nur in einem Menschen vor, der in einer vollkommen überfüllten U-Bahn stehend und mit wem-auch-immer telefonierend über seine Geschlechtskrankheiten zu erzählen anfängt? Ich meine, will ich wirklich hören, dass der Typ, dem ich durch die Platzverhältnisse fast schon nahe genug bin, um ihn Schätzchen zu nennen, schon zweimal einen Tripper hatte und dass er jetzt (aufgepasst jetzt bitte, es folgt ein wörtliches Zitat:) &quot;ganz dringend Lulu muss&quot;. Ich halte es für menschenunwürdig, mir so etwas zuzumuten. Würde ich seinen Namen kennen würde ich ihn vermutlich wegen psychischer Grausamkeit verklagen.&lt;br /&gt;
Jetzt mal von seltsamen Begebenheiten wie dieser ganz abgesehen, gibt es etwas schrecklicheres als überfüllte U-Bahnen im Sommer? Oh ja Bubba, natürlich gibt es das, man nennt es überfüllte U-Bahnen in einem viel zu warmen Frühling! Ich meine, ja, ist ja nur natürlich dass Leute, die bei gefühlten 35° in der U-Bahn Daunenjacken tragen beginnen zu transpirieren. Nur stellt sich halt verdammt nochmal die Frage, warum man bei verdammten gefühlten 40° unbedingt Daunenjacken, Schals und und ekelhafte Pelzkrägen tragen muss. Ich weiß nicht, vielleicht bin ich ja der einzige der, you know, sich auszieht wenn ihm zu warm ist. Wahrscheinlich bin ich mal wieder einfach meiner Zeit vorraus.&lt;br /&gt;
Oh und ich &lt;i&gt;hasse&lt;/i&gt; alte Frauen, die Pelzmäntel tragen. Jetzt gar nicht so sehr wegen den armen armen Nerzen und Hermelinen und Ratten und Angorakatzenbabys, einfach nur weil die naja, unfreundlich sindund auf ekelhaft-elitäre Art und Weise überheblich wirken. Ich weiß, ist jetzt wahrscheinlich eine unfaire Generalisierung und wahrscheinlich sogar sexistisch, aber es gibt nunmal nicht so viele unangenehm auffallende Pelzmäntel tragende Männer. Verdammte Pelzschrullen, ich hoffe die werden alle mal von Nerzen verzehrt (&quot;oh George, look at these beautiful animals! aren&apos;t they astonishingly warm and fuzzy? Oh, i love them! Hey, what are they doing now? George, they are biting...aaaaah help me George please for the love of god help meeee they are eating me aliiiiiive...&quot; - Das wird die erste Szene meines neuesten Filmprojektes &quot;Warm and Fuzzy Zombie-Hermelines...from Mars!&quot; - es geht um zombifizierte Pelzzuchttiere, die sich zuerst ihr Fell zurückerobern und dann, weil ihnen das nicht reicht, das Haar von Menschen tragen wollen. Traurige Geschcihte eigentlich, viele langsame und tiefe Szenen, teilweise auch sehr philosophisch, von der offensichtlichen, und für Independent-Filme fast obligaten, Kapitalismus- und Amerikakritk).&lt;br /&gt;
Habe heute übrigens endlich meine Bakk-Arbeit fertiggestellt und deshalb wieder mehr Zeit, um hier ein wenig der Logo-Diarrhoe zu fröhnen. Herrlisch.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
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    <dc:date>2007-03-05T21:49:00Z</dc:date>
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    <title>Armer schwarzer Kater!&lt;br /&gt;
nimms nicht so schlimm, du hast ja noch uns...</title>
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    <description>Armer schwarzer Kater!&lt;br /&gt;
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    <title>Das Leben ist ein Witz</title>
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    <description>Das Leben ist ein Tanz, zumindest habe ich das mal irgendwo gehört, schnell wie ein Quickstep, oft erschöpfend wie ein Flamenco doch meist voller Leidenschaft und Begierde wie ein feuriger Tango. Doch kein Tanz ohne Tanzpartner, so auch kein Leben ohne Lebenspartner. Nun ist mein Leben ja doch schon etwas fortgeschritten, ich habe viel getanzt, der Partnerinnen gab es nicht wenige, doch die eine, mit der ich mir vorstellen könnte, den Rest des Abends, die letzten Tänze zu verbringen, sie traf ich erst vor kurzem. Sie nahm mich im Sturm, doch nun ist sie fort, sagt sie liebt einen anderen. Welch schreckliches Spiel treibt sie mit mir, gestern noch mir ergeben wie ich ihr, heute abweisend und kalt, einer Himmelskönigin gleich die hochmütig auf ihrem Stuhle thront und gefallen an meinem Leiden findet, ich nichts weiter als ihr Hofnarr, ein weiterer kleiner Lacher in einem mehr als fröhlichen Leben. Doch keine Lacher mehr für mich, so denke ich während ich in der Straßenbahn sitze, auf dem Weg zurück in meine eigene Wohnung, die ich seit gut einer Woche nicht mehr betreten hatte, von der ich bis heute noch dachte nie wieder in sie zurückkehren zu müssen. Der kleine Raum, den ich wohl oder übel mein Wohnzimmer nennen muss, der kalte Steinboden, die grauen Wände sie haben mich bald wieder. Nun gut, der Tanz geht weiter so denke ich, wie von Sinnen aus dem Fenster blickend auf der Suche nach etwas, was mich aufzuheitern vermag, doch finde nichts als Reklametafeln. &quot;Oh! It&apos;s a Feh&quot;, na sowas aber auch. &quot;Das Leben ist ein Spiel&quot;? Oh ja, sein anderer Name ist &quot;Suizid&quot; und Sieger ist, wer als Letzer in Agonie versinkt. Oder als Erster? Wer weiß. &quot;Oh! It&apos;s a Nervenzusammenbruch&quot; denke ich noch bevor ich wie toll in manisches Lachen aus- und schließlich auf den Boden der Straßenbahn zusammenbreche. Wieso ich lache? Das Leben ist ein Witz, den nur noch niemand verstanden hat.</description>
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    <dc:date>2007-02-19T22:23:00Z</dc:date>
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    <title>Tod dem Nonsense!</title>
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    <description>Was soll das heißen, ich soll ihr eine SMS schreiben? Ich kann SMS ja nicht einmal buchstabieren! Und überhaupt, wie sieht denn das aus? Was ist bitte aus den guten alten Liebesbriefen oder romantisch-überraschenden Besuchen vor der Haustür oder noch besser, Lautenklänge und Gesänge vorm Balkon, was ist daraus geworden? Das waren noch Zeiten, damals hat Liebe etwas bedeutet. Ich eigne mir sowieso immer mehr die Meinung der Minnesänger an, nur unerfüllte Liebe ist wahre Liebe. Aber sowas gibt es ja nicht mehr. So seelenzerreißend-sehnsuchtsvolle Liebe die nicht auf körperlicher Anziehung sondern auf...keine Ahnung was, verdammt, so abgestumpft bin ich schon und dabei halte ich mich noch für relativ unabgestumpft, zumindest verglichen mit den ganzen Zombies da draußen, ja, sowas gibt es nicht mehr. Was soll man machen, früher war alles besser. Zum Beispiel auch die Musik. Und die Kunst, verdammt, was heute so alles als Kunst gilt. Wenn ich berühmt wäre könnte ich Müsli und Schnitzel essen, das Ganze auskotzen, es mit Pappmachée überziehen und dann in allen Farben des Regenbogens colorieren, und es würde wahrscheinlich als Kunst gelten. Sogar wenn ich es mit verdammten Wachsmalkreiden anmalen würde. &lt;i&gt;Wachsmalkreiden&lt;/i&gt;. Ich würde damit übrigens rein garnichts ausdrücken wollen, es würde aber wahrscheinlich als ein Auflehnen gegen das Establishment der Öko-Terroristen und militanten Schnitzel-Esser dieser Welt verstanden werden. Kann man wohl nichts machen. Nur gut dass ich nicht berühmt bin, wäre recht unschön meine Texte zerfleddert zu sehen. Ich stell mir das gerade vor - &quot;Neo-Gonzo&apos;esker Schund&quot; wäre da wohl noch das schmeichelndste, es würde aber schnell in &quot;spätpubertäre Auswüchse eines durch und durch verkommen-verfault-kranken Gehirns&quot; übergehen, sobald ich eine Reaktion darauf schreiben würde. Verdammte Kritiker, können einfach keine Kritik vertragen. Ich wäre übrigens gerne Kritiker. Jetzt nicht irgendein spezifisch-spezialisierter Kritier, also Restaurant- oder Literatur- oder Klofußumpuschelungskritiker oder so, einfach nur Kritiker. Ich will dafür bezahlt werden, Leute auf der Straße zu kritisieren, wenn sie den Hundekot nicht wegräumen. Verdammt, Wien ist echt die verschissenste Stadt die ich kenne, und ja, ich war schon in Venedig. Letztens habe ich sogar eine regelrechte Spur aus Scheiße gefunden, die senkrecht gut eineinhalb Meter umspannte. Ist mir bis heute ein Rätsel wie das jemand geschafft hat. Vielleicht wenn ein ziemlich großer Mensch sich gegen die Wand lehnt...aber daran will ich jetzt garnicht denken, ekelhaft sowas. Regelrecht obszön und pervers. Und ein wahrer Kritiker darf solche Gedanken in seinem Kopf nciht zulassen, sonst müsste er sich selbst kritisieren, worauf er sich aufgrund seiner Kritik wiederum kritisieren müsste...ad nauseam. Wäre wohl kein schöner ANblick, so ein von Selbstkritik zerfressener Kritiker, der den Kopf gegen die Wand schlägt, um die Stimmen in seinem Kopf zu betäuben. Vielleicht doch besser, dass ich kein Kritiker bin. Ich meine, wer will schon auf seine perversen Gedanken verzichten? Was bleibt einem Mann dann noch? Das ist jetzt zwar geklaut, aber ich sag es trotzdem: Wenn Aliens die Menschheit ausrotten wollen, müssen sie einfach nur Frauen die Gabe geben, die Gedanken von Männern lesen zu können. Jede Frau würde sich angewidert abwenden und sich in ihrer Wohnung verstecken wenn sie einmal im Sommer durch eine Füßgängerzone gegangen wäre und dabei alle Gedanken der Männer, die sie gesehen haben, verstanden hätte. Aber gut, vielleicht täusche ich mich da auch und nur ich bin so ein ekelhaftes Schwein. Und vielleicht sind Frauen auch nicht viel besser - aber schwer vorstellbar. Frauen sind ja viel zu beschäftigt damit, andere Frauen zu bewerten und in Gedanken zu zerreißen. Ich würde sogar fast soweit gehen zu behaupten, dass wenn Frauen sich nicht gegenseitig so sehr hassen würden, würden sie schon lange über die Erde regieren. Aber das ist wahrscheinlich eine verdammte Platitüde, ein ausgetretener Pfad des Klischees und chauvinistisch-patriarchalische Überheblichkeit - und obendrein noch sexistisch! Gottbewahre! Ich werde doch wohl nicht wie die Generation von Männern vor mir! Und das obwohl ich mir geschworen habe, nie so zu werden wie meine Eltern! Hmmm, nein habe ich eigentlich nicht. Da bin ich wohl in der Midnerheit nehm ich an? Ich habe ehrlich gesagt nie ganz verstanden, warum man so absolut nicht so werden wollte wie seine Eltern. Für mich war es völlig selbstverständlich, dass ich nicht so werde. Ich habe da nie wirklich einen Gedanken daran verschwendet. Vielleicht sagen sowas nur Leute, die bereits fühlen, dass sie ihren ELtern sehr ähneln? Als letztes Aufbäumen der sterbenden Bestie Individualität, der Todesschrei des revolutionären Geistes, revolutionär in einem rein familiären Kontext? Möglich. Aber eigentlich auch ziemlich uninteressant. Ich meine, vielleicht nicht ganz so uninteressant wie Teletext-TED-Umfragen und ganz bestimmt interessanter als SMS-Chats und seltsame Computerfiguren, die SMS vorlesen, aber eben doch. Was sollte das eigentlich mit diesen in hohem Maße beunruhigenden computeranimierten Figürchen, die auf SuperRTL im Nachtprogramm früher immer SMS Nachrichten vorgelesen haben? Wem auch immer das eingefallen ist - ich hätte gern ein paar Gramm von seinem Zeug. Wahrscheinlich geht das Kaminfeuer ebenfalls auf sein Konto. Gibt es eigentlich irgendjemanden, der sich das Kaminfeuer im nüchternen Zustand länger als fünf Sekunden angesehen hat? Ich nehme nicht an. Aber verdammt, wenn man besoffen oder ähnlich geistig benebelt nachts den Fernseher einschaltet und verzweifelt versucht, die Telefonsex-Anzeigen zu vermeiden (Warum? Weil es einfach zu deprimierend ist, zu sehen wie sich Menschen dermaßen erniedriegen. Im nüchternen Zustand ist mir das scheißegal, in anderen Zuständen ist das oft ziiiemlich schrecklich.) ...was? achja: gibt es nichts besseres. Als das Kaminfeuer. Wenn man besoffen ist. Äh.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-12T22:15:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3302201/">
    <title>Leichenschau</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3302201/</link>
    <description>Ich hätte nicht herkommen sollen. Diese ganze Baggage - wie konnte ich nur denken, dass es schon okay sein würde. Dass es ganz nett sein könnte, meine liebe Verwandtschaft wiederzusehen. Ich hätte das Versprechen, dass ich mir vor 15 Jahren gegeben hatte einhalten sollen. Nie wieder etwas mit irgendjemanden aus dieser Familie zu tun haben. Wäre wohl besser gewesen. Aber verdammt, man wird wohl zwangsläufig sentimental, bevor man stirbt.&lt;br /&gt;
Und jetzt steh ich hier, am offenen Sarg, um mich herum heulende Menschen. Verdammte Heuchler. Ich dagegen bin hin- und hergerissen zwischen tiefer Wut und verzweifelter Fröhlichkeit und stell mir vor, selbst in einem Sarg zu liegen. Sieht eigentlich ganz gemütlich aus. Seltsam eigentlich, wozu braucht ein Toter Polster?&lt;br /&gt;
Nun, im Augenblick liege noch nicht ich in der bequemen Holzkiste, sondern meine Großmutter. Der Lungenkrebs hat sie über die letzten paar Jahre gequält und schließlich dahingerafft. Sie konnte kaum noch atmen, nutze aber trotzdem jede Gelegenheit um noch zu rauchen. Ich empfinde kein Mitleid. Macht mich das zu einem schlechten Menschen? Vermutlich.&lt;br /&gt;
Wer zur Hölle hat sie bitte geschminkt? Sie sieht aus, als würde sie einen kletzten verzweifelten Versuch starten wollen, doch noch eine Karriere auf dem Straßenstrich zu machen. Nun, vermutlich hätte sie damit sogar Erfolg. Es soll ja uach Leute geben, die darauf stehen wenn ihnen jemand in den Mund kackt und gleichzeitig ganze Melonen in ihren Arsch einführt. Da wird wohl eine überschminkte Mitt-Siebzigerin auch einen Freier finden, Tod hin oder her.&lt;br /&gt;
Aber durchaus vorstellbar, dass sie sich eine solche Aufmachung gewünscht hat. Sie hat sich immer gern und viel geschminkt. Ich habe sie in den letzten Jahren nur einmal gesehen. Sie hatte versucht, sich zu schminken, so wie jeden Tag. Sie sah aus wie ein Clown nach einem besonders abscheulichen Verkehrsunfall, an dem mehrere mit ätzenden Chemikalien beladene Lastwägen beteiligt waren. Mit Schrecken denk ich zurück an mit zittriger Hand aufgetragenen blauen Lidschatten und leuchtend rote Lippen, die aussahen wie halbaufgepumpte Schlauchboote. Mitleiderregend? Vielleicht, wenn es nicht um sie gehen würde. Sie war ein schrecklicher Mensch, der kaum eine Gelegenheit ausließ, andere Menschen zu demütigen. Niemand konnte sie leiden. Und doch stehen hier nun 20 heulende Wesen aller Altersgruppen um ihren Sarg und bedauern scheinbar ihr Ableben. Verdammte Heuchler.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-02-09T18:20:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3267629/">
    <title>Tyrannisiert Teletext-TED-Teilnehmer!</title>
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    <description>Was sind das für Leute, die bei Teletext-TED-Umfragen anrufen? Wie leer muss das Leben von diesen Menschen sein, dass die wirklich nichts besseres mit ihrer Zeit und ihrem Geld anzufangen wissen als Fragen wie &quot;Ist Paris Hilton blöd?&quot; oder &quot;Haben sie Angst für Erderwärmung?&quot; per Telefon zu beantworten. Bemitleidenswert. Obwohl ich sagen muss, dass mein Leben im Moment auch nicht gerade besonders spannungsgeladen verläuft. Nachdem ich am Diestnag meine letzte Prüfung für das Semester hatte, bin ich danach irgendwie in ein tiefes Loch der Faulheit gefallen - die letzten beiden Tage bin ich nur aus meinem Zimmer gekommen um was zum essen zu kaufen. Aber man könnte natürlich auch innerhalb der eigenen vier Wände produktiv sein und, nur so als Beispiel, eindlich einmal wieder an wichtigen Arbeitenb für die Uni schreiben - aber nein, nicht einmal dazu konnte ich mich bequemen.&lt;br /&gt;
Schöner Abend heute übrigens - nicht zu kalt, nicht zu warm, der Vollmond leuchtet wie ein riesiger Käse vom Himmel - wenn ich raten müsste, würde ich auf Ziegenkäse tippen - sogar der Smog ist heute auf nur ganz wenig widerliche Art und Weise schön. Und natürlich die Lichter der Großstadt wie sie auf dem Fluss sich spiegeln...aber wir wollen ja nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln. Darum auf, auf in den Himmel lasst uns fliegen, denn auf Erden gibt es keine neuen Wege mehr...es sei denn vielleicht unter dem EInfluss stark halluzinogener Mittelchen, das lässt sich natürlich nicht ausschließen. Ich befürchte nur, dass &lt;i&gt;diese&lt;/i&gt; Pfade mit einem übelkeitserregenden Platschen auf dem Boden enden könnten. &lt;br /&gt;
Apropros überkeitserregendes Platschen: Mir ist heute auf dem Weg nach Hause eine gerade frisch gekaufte Paprika auf den Boden gefallen. Hat überhaupt nicht geplatscht, ist aber auf die Straße gekullert. Wo sie überrollt wurde und einen schnellen und sicher unglaublich schmerzhaften Tod starb. Tja, kann man wohl nichts machen. Tortillas ohne Paprika - wie langweilig.&lt;br /&gt;
Womit wir wieder beim Thema wären: Leute die bei Teletext-TED-Umfragen mitmachen. Okay, vielleicht ist das ja garnicht soo schlimm. Ich meine, vielleicht ist das ja gerade ein Thema, das diesen Menschen ganz besonders interessiert seine Lebensgeister in Aufruhr und seine Säfte in Wallung versetzt und so weiter - kann schon sein, wie sagt man so schön: Jedem das Seine. &lt;i&gt;Aber&lt;/i&gt;: Wer ruft bei Teletext-TED-Umfragen an und gibt dann nicht das obligatorische Ja oder Nein als Antwort, sondern entscheidet sich für Möglichkeit drei: &quot;Mir egal&quot;, manchmal auch &quot;Weiss nicht&quot;? Was würde ich dafür geben, einmal einem solchen Menschen zu begegnen. Ich würde sogar extra Psychologie studieren, nur um diese Personen analysieren zu können.</description>
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    <dc:date>2007-02-01T17:37:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3253561/">
    <title>Ich bin nicht kreativ, das ist nur Notwehr</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3253561/</link>
    <description>Ich habe heute wider besseren Gewissens sehr viel nachgedacht, vor allem darüber, warum es mir ein Bedürfnis ist, zu schreiben. &lt;br /&gt;
Es geht mir nicht in erster Linie darum, meine Gedanken niederzuschreiben oder mich selbst darzustellen. Dies mag alles eine Rolle spielen, ist allerdings keinesfalls meine Hauptmotivation. Es geht um Individualität. Dies mag jetzt nicht auf den ersten Blick ersichtlich sein, darum nun ein kleiner Diskurs, wie ich auf diesen Gedanken kam.&lt;br /&gt;
Das Streben nach Individualität ist, vor allem bei jungen Menschen (zu denen ich mich noch zählen mag) sehr verbreitet, stellt aber mehr eine Art unerreichbares Ideal dar als ein realistisches Ziel. Dies liegt meines Erachtens daran, dass die Indiviualität in der heutigen Jugend sich im Rahmen des bereits bekanntem bewegen muss. Alles war schon da, alles ist nur aufgewärmt, ein lauwarmer Aufguss. Dadurch ist jeder Versuch, sich abzugrenzen von seiner Umwelt von vornherein zum Scheitern verurteilt. Alles, was einmal etwas bedeutet, was schockiert und aufgewühlt hat - von langen Hahren über zerissene Jeans bis zu Nietengürteln - wurde vom Mainstream adaptiert, wurde integriert, wurde usurpiert. Dieser Punkt ist von zentraler Bedeutung, darum noch einmal kurz und prägnant: Was immer die Subkulturen versucht haben, der Mainstream hat sie eingeholt und ihre Insignien zu einem Teil von sich gemacht. Die Ergebnisse dieses Trends sehen wir überall: Zerissene Jeans am Laufsteg, Converse mit Absätzen, pinke Nietengürtel bei New Yorker, Beckham mit Irokesenschnitt.&lt;br /&gt;
Lange hielten die verschiedensten Subkulturen dagegen, immer wieder suchten sie eine Schwachstelle in der Deckung des Mainstreams und schlugen zu - nur um dann mitanzusehen wie der Mainstream den Schlag ohne mit der Wimper zu zucken einsteckt. Und die Gewissheit zu haben, dass er sich sicher nicht noch einmal auf diese Art und Weise wird attackieren lassen. Mit jedem Mal wurde es schwieriger - die Subkultur führte einen Guerilla-Krieg, aber langsam geht ihr die Munition aus.&lt;br /&gt;
Was dies alles damit zu tun hat, warum ich schreibe? Jeder Mensch ist ein Individuum, doch sind ihm nicht die Mittel gegeben, diese nach aussen hin zu präsentieren - worauf sie im Inneren verkümmern muss. Diese Individualität des Geistes nach draußen zu tragen, das ist es, worum es mir geht, das ist der Grund meines Schreibens - und mag es qualitativ auch noch so schlecht sein.</description>
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    <dc:date>2007-01-29T21:24:00Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3234693/">
    <title>Prüfungen</title>
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    <description>Okay, ich war also auf dem Weg zu meiner zweiten Prüfung am heutigen Tage, sowieso schon in seltsamer Stimmung ob der Tatsache, etwas zu wenig gelernt zu haben. Wenn man selbst in einer solchen Stimmung ist begegnen einem ja meist Dinge, die einen noch weiter in diese Stimmung treiben. Oder vielleicht nimmt man auch die Dinge um einen herum anders wahr, ist natürlich auch möglich. Jedenfalls saß ich in der Straßenbahn, hörte Musik und schaue aus dem Fenster, und was ich sehe ist..ein wahres Feuerwerk an Kuriositäten. Da war die Tafel vor einem Restaurant, auf welcher stand: &quot;Menü 5,70&#8364;&quot;, darunter in kaum leserlicher Schrift &quot;Tomatensuppe, Shnitzel mit Petersilkartoffeln und Salat, Torte&quot; - mal abgesehen von der Rechtschreibung, das seltsame an der Sache war, dass jede Zeile mit einem schön gezogenem, feinen Kreidestrich durchgestrichen war. Jetzt lässt das verschiedene Schlüsse zu. Entweder, das Menü besteht aus irgendetwas, nur nicht diesen Teilen - wäre ganz amüsant. Oder das Menü gibt es einfach nicht mehr. Woran sich wiederum die Frage anschließt: Warum zur Hölle soltle jemand ein Schild mit dem Menü, das es nicht gibt, vor sein Restaurant stellen? Und außerdem, Tomatensuppe und Schnitzel? &lt;br /&gt;
Naaaja dachte ich mir. Bei der nächsten Haltestelle wollte eine Frau mit ihrem Hund einsteigen - bzw. die Frau wollte, der Hund eher nicht. Der war zu beschäftigt damit, sich in einer schlammigen Pfütze zu wälzen. Was die Frau dazu veranlasste, am Einstieg der Straßenbahn stehend ohne Unterlaß &quot;Friedolin! Friedolin! Hörst du auf?! Komm her Friedolin!&quot; zu rufen. Das schien eine Ewigkeit so weiter zu gehen, sie rief und zerrte an der Leine, der Hund amüsierte sich köstlich in seiner Pfütze. Schließlich kam von irgendwoher ein anderer Hund und bellte Friedolin an, der daraufhin gar keine Lust mehr hatte, weiter im Schlamm zu baden und auf sein Frauchen zu lief. Das Frauchen wiederum war auf einmal auch nicht glücklich darüber, einen über und über mit Schlamm bedeckten Friedolin auf sich zu zu laufen zu sehen, was wohl in irgendeinem Zusammenhang stand mit dem langen hellen Mantel, den sie trug. Doch zu spät, sie konnte ihm nicht mehr ausweichen und schon war Friedolin im Wagen, die Frau verdutzt und wütend zugleich (&lt;i&gt;das&lt;/i&gt; ist ein echt lustiger Gesichtsausdruck, das könnt ihr mir glauben) und mir fiel es schwer mein Lachen zu verkneifen. Bis sich die verdammte Frau neben mich setzte und der verdammte Hund meine Hose..noch ein wenig schmutziger machte als sie sowieso schon war.&lt;br /&gt;
Aber gut, bin ja nicht oberflächlich. Die Bahn kann also endlich weiterfahren udn das ist auch gut so, denn sonst hätte ich nie den Anblick des besten Werbeplakats, das ich jemals gesehen habe, genießen dürfen: &quot;DARMREINIGUNG - effizient und gründlich mit dem Bio-Kräutermix von irgendwas&quot; - Wow.&lt;br /&gt;
Tja, dann war ich auch schon bei der Uni. Viel zu viele Leute bei der Prüfung - und überhaupt, etwas seltsam das Ganze. Multiple-Choice, also grundsätzlich mal nicht soo schwer. Aber seltsames System und sehr spezifische Fragen, also teilweise eine ziemliches Ratespielchen. Hey, ich hab ein schönes Muster bei meinen Antworten auf dem Ergebnisblatt herausbekommen, wie schlecht kann die Prüfung dann schon gelaufen sein? Selbsteinschätzung? Vier, aber ich würde mich nicht trauen, darauf zu wetten.</description>
    <dc:creator>Kunstloses Brot</dc:creator>
    
    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
    <dc:date>2007-01-25T16:13:00Z</dc:date>
  </item>
  <item rdf:about="http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3207340/">
    <title>[Classic] - Holiday</title>
    <link>http://kunstlosesbrot.twoday.net/stories/3207340/</link>
    <description>&lt;i&gt;Da ich gerade weder Inspiration noch Zeit finde, etwas zu schreiben und sowieso alles (okay, alles was halbwegs lesbar war), was ich auf MySpace veröffentlicht habe im Laufe der Zeit hierhin stellen will, hier mal ein Anfang. Im Original war das Ganze in vier Teile aufgeteilt, hier jetzt mal alles zusammen..ja ich weiß, zu lang um es am PC zu lesen. Aber wer es schon kennt braucht es ja nicht zu lesen - und wer es nicht kennt, naja...soll sich halt durchquälen wenn er/sie Lust hat.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Immer noch 320 Meilen bis nach Houston und kaum noch Benzin im Tank. Seit zwei Tagen sind wir nun schon auf der Flucht. Wir, das sind mein alter Freund Billy, das Arschloch Joe und Ich. Billy stand vor kurzem einfach so vor meiner Tür. Wann das war? Vor einem Monat? Vielleicht eineinhalb? Ein Jahr? Irrelevant. Jedenfalls stand er da vor der Tür meines Appartments im Norden St. Louis. Er sagte: &quot;Hey, lange nicht gesehen, alles klar bei dir? Hab gehört du bist jetzt wieder solo.&quot; Wieder solo. Ja. Ja, so könnte man es auch sagen. Billy erzählte mir dann von seinem tollen Plan an die Ostküste zu fahren. Sprach von einem Job und einer billigen Unterkunft in guter Lage. Ich sagte ihm dass ich Jersey hasse und kein Interesse hätte, mal abgesehen davon, dass ich auch keine Zeit hatte. Musste ja arbeiten. In meiner verdammten Software-Firma. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein paar Worte zu meiner Firma: Sie hatte bisher nur einen einzigen finanziellen Erfolg - der dafür war gigantisch. Das war irgendwann Mitte der Neunziger. War eine der großen Hoffnungen in einem aufstrebenden Markt. Dann platzte die große New Economy-Seifenblase und heute ist sie dem Konkurs näher als George W. dem Wahnsinn. Im Nächsten Monat sollten wieder Stellen abgebaut werden. Ich zweifelte kaum daran dass meine eine davon sein würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man sieht wohl, wohin das führte: Ich ließ mich überreden, ihn zu begleiten. Billy meinte dann, er habe kein Auto, ob wir nicht meines nehmen können. Tja, und jetzt sitzen wir immer noch in meinem verdammten &apos;86 Buick. Ohne Klimaanlage. Irgendwo auf einem verdammten Highway mitten in Texas. Billy, Joe und ich. Wir sind längst am Ende und das waren wir gestern schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joe? Joe ist ein verdammtes Arschloch. Ich und Billy haben ihn in Vegas aufgegabelt. Irgendwo in einer Bar sprach er uns an, wir waren betrunken, er war betrunken und irgendwie endete er in unserem Wagen. Billy meint er könnte uns irgendwie nützlich sein. Keine Ahnung was er damit meint. Ich meine er ist ein verdammtes Arschloch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit drei Tagen sind wir auf der Flucht. Wenn Flucht das richtige Wort dafür ist. Es ist ja nicht so, als würden wir wirklich verfolgt werden..aber trotzdem war uns klar, dass man uns erwischen würde, eines Tages, vermutlich eher früher als später.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Warum wir auf der Flucht sind? Daran ist nur Joe schuld. Verdammtes Arschloch. Wir waren noch irgendwo in Nevada, mitten im nirgendwo, schon gut 200 Meilen von Las Vegas entfernt. Ihr kennt das ja sicher - man fährt so durch die Wüste und plötzlich steht eines dieser verdammten Indianer-Kasinos vor dir. Billy und Joe wollten kurz einen Drink an der Bar nehmen. Ich wollte einfach nur bis zum nächsten Motel - Ich saß nun schon knapp 5 Stunden am Steuer. Wann hatte ich das letzte Mal richtig gegessen? Gestern Abend? Den Abend davor? Man verliert den Überblick wenn man den ganzen Tag fährt und kifft, trinkt und fährt. Ich ließ mich also wieder mal überreden. Wir zahlten den Eintritt, bekamen unsere Welcome-Chips und - Drinks und setzten uns an die Bar. Ich bestellte mir einen Burger an der Bar von meinen Chips, die andern beiden gingen spielen. Ich war extrem beschissenen drauf, alle um mich herum schienen glücklich zu sein. Ich fühlte mich wie eine Zwiebel im Obstsalat. Billy und Joe waren beide gut 1300 $ los, noch bevor ich mit meinem Burger fertig war. Hatten beide ihre Kreditkarten hoffnungslos überzogen. Naja, nicht mein Problem. Was dagegen sehr wohl mein Problem war, war dass Joe begann, sich mitten im Casino einen Joint zu drehen und ihn sich anzündete. Es war vor allem deshalb mein Problem, weil wir knapp 2 Kilo Gras im Kofferraum hatten. Wenn er nun verhaftet wird, wird unser Auto durchsucht. Wird unser Auto durchsucht, sind wir gefickt. Und ich mag es nicht besonders, gefickt zu werden, es sei denn von einem hübschen Mädchen. Aber ich war schon ein wenig betrunken (war ich jemals nüchtern?), meine Reaktionsgabe war ziemlich eingeschränkt. Schon sah ich den Barkeeper telephonieren. Sprach mit dem Sicherheitsdienst. Wir liefen. Der Sicherheitsdienst verfolgte uns bis zum Auto. Wir fuhren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir waren uns nicht sicher, ob sie die Polizei gerufen haben - aber es erschien sehr warhscheinlich. Wir dachten daran, den Wagen stehen zu lassen, aber mitten im nirgendwo, ohne Wagen und ohne Karte und einem Koffer voller Gras - wohl eher nicht. Wir brauchten den verdammten Wagen einfach. Aber wir beschlossen, nach Houston zu fahren und uns dort einen neuen Wagen zu besorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und so fahren wir nun immer noch. Und der Benzin neigt sich dem Ende zu. Wir sind längst am Ende und das warn wir gestern schon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tankstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der einzige Gedanke hinter meiner Stirn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tankstelle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Motor begann schon langsam zu stottern. Ich hörte Billy und Joe das Auto beschwören, noch ein paar Kilometer durchzuhalten. Aber ich wusste, dass wir es nicht schaffen werden. Ich spürte wie der Vortrieb langsam nachließ. Der Wagen rollte aus. Mitten in der verdammten texanischen Wüste bei gut 40° im Schatten (haha) rollte der verdammte Wagen aus. Warum musste ich auch auf Billy und Joe hören? Bei der letzten Gelegenheit waren sie sich sicher, dass wir es noch zur nächsten Tankstelle schaffen. Soweit war das auch richtig. Das einzige Problem an der Sache war, dass die nächste Tankstelle stillgelegt war. Und jetzt gehen wir mit Koffer und Kanister auf der verdammt nochmal einsamsten Straße der USA und können nur hoffen, bis zur Nacht irgendwo hin zu kommen. Ich spürte, wie mir die Hitze den Alkohol aus allen Poren presste, wie ich langsam aber sicher nüchtern wurde. Als wäre die Situation nicht schon beschissen genug. Ich kochte innerlich. Ich wollte nach Hause. Oder noch besser: Billy und Joe zu Schädel spalten und dann nach Hause. Mir wurde bewusst, dass mein Leben etwas aus der Bahn geraten ist, seitdem Billy bei mir angeklopft hat. Wie hat er mich eigentlich gefunden? Wir haben uns doch seit dem College nicht mehr gesehen. Das war sogar noch, bevor ich Cecilia kennengelernt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Cecilia..Cecilia war wunderschön. Ich habe sie kennengelernt, gleich nachdem ich mit dem College fertig war. Ich war arbeitslos, zu faul um Bewerbungsschreiben zu verfassen und Gespräche zu führen, noch zu rebellisch um in irgendwelche Ärsche zu kriechen und jeden Tag den gleichen scheiß Job zu machen. Sie arbeitete in einer Kneipe, bei meinen Eltern gleich um die Ecke. Sie war ein paar Jahre älter als ich, aber das machte uns nichts aus. Wir liebten uns und wollten zusammen bleiben. Sie hat einen besseren Menschen aus mir gemacht, hat es geshcafft, mich zur Arbeit zu ermutigen, mich unterstützt den Job zu bekommen, den ich bis vor kurzem noch hatte. Cecilia..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Alles okay mit dir?&quot; Billy. Ich hörte seine Stimme von weit her. Er ging neben mir, den Benzinkanister in der Hand. Ich sah ihn an, aber es war, als würde ich durch ihn hindurch sehen. Ich war  in meinem eigenen kleinen Universum des Schmerzes, des Hasses und der Hitze. &quot;Mein Gott Mann, du machst mir ja Angst. Hier, trink einen Schluck.&quot; Tequilla. Billiger Fusel, aus einem Truckstop. Er würde seinen Zweck erfüllen. Ich trank. Ich verließ die Hölle des Hasses und kehrte zurück in mein wohlig warmes, vom Alkohol geschaffenes Refugium. Plötzlich sah ich sie vor mir. Klar und deutlich, kaum 20 Meter entfernt. Cecilia. Ich begann zu laufen, und rannte dann mit voller Kraft. Ich konnte sie nicht erreichen, sie schien ein Spiel mit mir spielen zu wollen. Aber ich würde sie schon noch erreichen. Ich würde...Ich würde...Ich......&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An dieser Stelle ist es wohl angebracht, ein wenig von meiner Vergangenheit zu erzählen. Ich wuchs in einem kleinen christlichen Vorort von San Francisco auf. Meine Eltern hatten sich dort ein großes Haus mit einem kleinen, geschniegelten Garten gekauft, kurz bevor ich das Licht der Welt erblickte. Die Nachbarschaft gefiel ihnen sehr gut. Mir allerdings gingen die bigotten Spießer und christlichen Fundamentalisten, aus den unsere Nachbarschaft bestand schon sehr früh gegen den Strich. Als ich zwölf Jahre alt war, wurde ich zum ersten Mal von der Polizei nach Hause gebracht, von da an war unsere Familie, trotz aller Bemühungen meiner Eltern, insbesondere meiner Mutter, bei den Nachbarn verpöhnt. Nie wieder wurden wir auf eine von Reverand Carlyles berühmten Barbeques eingeladen, die gesellschaftlichen Höhepunkte und wohl lautesten Abenden in unserer Straße. Der Reverand war ein fetter kleiner Bastard mit bösen, stierenden Schweinsaugen und, wie ich später vermutete, einer etwas zu großen Vorliebe für kleine Jungen und Mädchen. Er hasste mich vom ersten Augenblick an, als ich zum ersten Mal zu ihm zur Beichte geschickt wurde. Er meinte, ich habe einen aufmüpfigen und überheblichen Gesichtsausdruck, und als ich behauptete, dass ich mir nichts zu Schulden kommen lassen habe (*phew* deutsch is immer wieder eine Herausforderung), brüllte er, dass mir meine Eltern wohl keine Manieren beigebracht hätten. Naja. Priester.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie es kam, dass ich von der Polizei nach Hause begleitet wurde? Eine verdammte Lapalie. Ich spazierte nur so gelangweilt durch unsere Straße und näherte mich einem Fußgängerübergang. Ich war schon zwei Schritte darauf, als ich einen Wagen sich sehr schnell von rechts nähern sah. Der Fahrer war mit irgendetwas im Inneren seines Autos beschäftigt, vermutlich wechselte er gerade den Sender seines Radios oder holte sich einen runter, was auch immer. Jedenfalls  näherte er sich dem Zebrastreifen, auf dem ich mich befand und erst im letzten Augenblick, blickte er auf und sah mich. Er musste scharf abbremsen, um noch vor mir stehenbleiben zu können. Ich war geschockt und starr vor Angst. Anstatt in irgendeiner Weise seinerseits erschrocken zu sein, war der Fahrer des Wagens wütend. Mit hochrotem Kopf saß er dort hinterm Steuer seiner fetten Karosse und hupte unentwegt. Das brachte mich derart auf die Palme, das ich spontan beschloss, den Weg nicht freizumachen, sondern einfach stehenzubleiben und ihm auf die Windschutzscheibe zu spucken. Als er versuchte, an mir vorbeizufahren, ging ich einfach ein paar Schritte in die Richtung, in die er fuhr. So ging das etwa eine Minute, mir ging schon die Spucke aus, als der Typ ausstieg und auf mich zubrauste. Ich beschloss, nicht davonzulaufen. Dieser Entschluss wurde mir nicht schwer gemacht, da der Typ nur ungefähr gleich groß war wie ich, das dürfte zu dieser Zeit nur 160cm gewesen sein, und unglaublich schmächtig. Er stürmte also auf mich zu und brüllte rum. Ich trat ihm, als er mich erreicht hatte, so fest ich konnte gegen das Schienbein. Daraufhin hopste er auf einem Bein umher und brüllte und tobte. Er hat mein Bild von Rumpelstilzchen nachhaltig geprägt. Ich wollte mich gerade auf den Heimweg machen, als ein Polizeiwagen um die Ecke bog. Tja, blöd gelaufen. Der Typ wollte mich noch anzeigen, überlegte es sich dann aber anders, als die Polizei ihn daran erinnerte, dass er es war, der mit 70 Meilen im Blindflug durch die 35 Meilen-Zone raste, wie Radarbilder belegten. Verdammtes Arschloch, einsperren hätte man ihn sollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hoho, jaaa ich war schon ein kleiner Rebell in diesen Tagen. Ich muss mir dafür nachträglich selbst auf die Schulter klopfen. Vielleicht sollte ich mir auch noch ein Geschenk kaufen und eine kleine Party für mich feiern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es sollte nicht das letzte Mal sein ,dass ich in meiner Jugend mit den Gesetzeshütern in Kontakt trat. Ein Ereignis ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Ich war 16 und es waren gerade Sommerferien. Meine Eltern hatten mich förmlich dazu gezwungen, in dieser schönsten Zeit des Jahres zu arbeiten. Ich erledigte also so dies und das in der Nachbarschaft, führte die dämlichen Kläffer, mähte die Rasen und wusch die Autos unserer Nachbarn. Eines Tages, gegen Ende der Ferien, es wurde schon langsam etwas kühler an den Abenden, mähte ich am späten Nachmittag den Rasen bei den O&apos;Learys, unseren Nachbarn von schräg gegenüber. Der Rasen war riesig, wie auch das Haus. Mr. O&apos;Leary war irgendein hohes Tier im Stadtrad von San Francisco und ein möglicher Kandidat für das Amt des Bürgermeister bei der nächsten Wahl. Er war damals um die 45 Jahre alt und seine Frau hatte erst vor vier Monaten ihr erstes Kind zur Welt gebracht, einen Jungen. Mrs. O&apos;Leary war 33 und verdammt heiß. Ich hatte noch nie mit einer Frau geschlafen, aber wenn ich mir zu Hause einen runterholte dachte ich meistens an sie. Sie hat mir erzählt, das sie früher mal ein Model war, aber aus anderen Quellen habe ich erfahren, dass sie erst vor kurzem damit aufgehört hatte, Pornofilme zu drehen. Ich war damals davon überzeugt, dass sie mich anmachen wollte. Wann immer ich zu ihnen kam, um ihren Rasen zu mähen oder sonstwas zu erledigen, lag sie im Garten hinterm Haus auf einer Liege und sonnte sich, meist mit nacktem Oberkörper. Ich musste mich sehr bemühen, nicht ständig auf ihre vollen Brüste zu starren, wenn sie mir Anweisungen gab. Wie  auch immer, ich ging also wie so oft rüber, um den Rasen zu mähen und ging, wie ich es immer tat, direkt durch den Garten nach hinten. Als ich dort niemanden fand, ging ich auf die Veranda und klopfte an die Tür. Sie schwang auf, aber es schien niemand zu Hause zu sein. Ich beschloss, mich ins Wohnzimmer zu setzen und zu warten ,bis jemand kommt. Ich hatte ja schließlich verdammt nochmal den Auftrag, den Rasen zu mähen und ich brauchte das Geld dringend für das kommende Wochenende. Nach einiger Zeit, es muss fast eine Stunde gewesen sein, zumindest kam es mir so vor, ging auf die Toilette, die sich im ersten Stock befand. Gerade als ich mich zum scheißen hinsetzte, hörte ich, wie jemand die Tür aufschloss und lautstark eintrat. Ich erkannte die Stimme von Mrs. O&apos;Leary, aber der Mann, mit dem sie srpach, war ganz sicher nicht ihr Mann. Ich hörte die beiden unanständige Worte wechseln und war völlig perplex. Ich konnte ja kaum einfach so nach unten spazieren, Mrs. O&apos;Leary und ihren Lover kurz begrüßen und dann abzischen. &quot;Hi, keine Sorge, ich bin nur der Junge von gegenüber, vögeln sie ruhig weiter&quot; - klar. Ich saß als hier oben fest, dazu verdammt mitanzuhören, wie es die Beiden dort unten trieben. Nach meinen, zu diesem Zeitpunkt sehr beschränkten, Kenntnissen schien es ihnen sehr viel Freude zu bereiten. Ich versuchte, mich irgendwie abzulenken, aber ich konnte mich einfach nicht von dem Gedanken losreißen, dass meiner scharfen Nachbarin dort unten gerade das Hirn aus dem Schädel gevögelt wurde. Nach knapp einer halben Stunde, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, erreichte das Stöhnen unter mir seinen Höhepunkte, wurde danach leiser und hörte schließlich ganz auf. Kurz darauf musste ich mit Schrecken feststellen, dass jemand die Treppen nach oben stieg. Ich nahm an, dass sich wohl einer der beiden eine Dusche gönnen wollen würde. In dem Badezimmer in dem ich mich befand. Ich geriet in Panik und stieß die Tür auf, um das Zimmer fluchtartig zu verlassen. Allerdings hatte ich mich wohl ein wenig verschätzt, denn als ich gerade aus dem Zimemr kam, stand plötzlich ein nackter Zwei-Meter-Schrank - Marke Türsteher - direkt vor mir. Das war das letzte, was ich sah, bevor er mich mit einem Schlag niederstreckte. Ich wurde von der Polizei nach Hause gebracht. Ich bekam danach ein Jahr lang jeden Monat etwas Schadensersatz, von Mrs. O&apos;Leary für mein Schweigen bezahlt. Damit hatte sich das Thema &quot;arbeiten&quot; für mich für einige Zeit erledigt, kann einfach nichts gutes dabei raus kommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mein erstes Mal war ein Kapitel für sich. Ich kann es wohl getrost als eines der ekelhaftesten Ereignisse meines Lebens bezeichnen, und ich dass obwohl zweimal mitansehen musste, wie ein Bush ins weiße Haus einzog. Ich war gerade 16 geworden und wurde immer noch von Mrs. O&apos;Leary mehr oder weniger ausgehalten. Ein wunderbares Jahr muss ich sagen, aber dazu später mehr. Mein erstes Mal also.  Es war ein Wochenende, es wurde gerade Frühling, es war glaube ich der erste warme Tag des Jahres .Ich und ein paar Freunde aus der Highschool (ich nenne sie hier der Einfachheit halber Freunde, obwohl ich zu dieser Zeit nie engen Kontakt zu irgendjemanden pflegte. Aber Freunde ist einfach schöner und kürzer als Personen mit denen ich mich herumtrieb und Spaß hatte, denen ich mich aber emotional nie nahe fühlte&quot;) zogen um die Häuser und fuhren im Cabrio von Jacks Vater durch die Vorstädte, auf der Suche nach irgendetwas, das unser Interesse weckte.  Zu dieser Zeit luden wir uns häufig selbst zu Partys ein, die wir im vorbeifahren sahen, was oft zu ziemlich absurden Ereignissen führte. Wir fuhren also wie so oft durch die Vorstädte, und wie so oft fanden wir auch diesmal ein Haus, das auf subtile Art und Weise in die Welt schrie, dass es an diesem Abend nur von Jungen Menschen, die Spaß hatten bevölkert wurde, und nicht wie sonst von verdammten Jesusfreaks. Die Musik war nicht besonders laut, aber auf jeden Fall ansprechend. Zu dieser Zeit standen wir total auf die Ramones, die New York Dolls und wie diese Proto-Punk-Bands alle hießen. Beschissen schlechte Musik, aber einfach perfekt für Partys wie diese. Wir stellten unseren Wagen direkt vor dem Haus ab und stürmten die Bude mit lautem Geschrei, dass sich unterwegs in manisches Gelächter entwickelte. Wir waren total high, also ist das wohl verständlich. Die bereits anwesenden (geladenen) Gäste sahen uns recht verschreckt an, versuchten aber gar nicht, uns davon abzuhalten uns Bier und was zum Essen zu holen. Die Gastgeberin war ein ungefähr 14 Jahre altes Mädel, und man sah ihr an, dass sie eine Party dieses Ausmaßes nicht geplant hatte. Aber was soll&apos;s, selbst Schuld. Hätte sie mal lieber auf ihre Eltern gehört und wäre brav zu Hause gesessen und hätte sich die Filme angesehen, die ihre Eltern ihr geholt hatten. Meine Freunde und ich hatten jedenfalls sehr viel Spaß. Die Gastgeberin verfiel in der Zwischenzeit immer mehr in Panik und wollte alle rauswerfen. Ich hielt sie fest und sagte ihr, sie solle sich abregen. Setz dich hin und trink einfach was, dann bist du sicher gleich etwas entspannter&quot;. Und entspannt wurde sie, nach ein paar Kurzen und einem Bier war ihr die Verwüstung, die in ihrem Haus angerichtet wurde jedenfalls herzlich egal. Sie wurde sogar so entspannt, dass sie mir immer mehr auf die Pelle rückte, mich auf die Couch stieß und sich auf mich setzen wollte und solche Sachen. Das ganze verängstigte mich ein wenig. Ich hatte mit solchen Dingen noch keine Erfahrung. Außerdem war ich high und wurde langsam etwas paranoid  die letzte halbe Stunde habe ich damit verbracht, die Stehlampe kritisch zu beäugen. Ich vermutete, dass diese nur Tarnung sei und sich dahinter einer dieser verdammten Drogenfahnder befand. Ich kam nie dazu, diese Annahme zu überprüfen, denn im nächsten Augenblick wurde ich von der Gastgeberin (in Ermangelung ihres echten Namens nennen ich sie einfach mal Lucy&quot;) schon die Stufen nach oben in ihr Zimmer gezogen. Lucys Zimmer war riesig, vollgestellt mit Puppen und Teddybären und vor allem eines: pink. Die Wände: pink. Die Bettwäsche: pink. Sogar ihre gottverdammte Stereoanlage war pink verdammt noch mal. Das Grauen das ich empfand war unbeschreiblich. Ich versuchte zu fliehen, aber irgendwie könnte ich mich nicht von ihr losreißen. Meine Hormone mussten mich wohl zurückgehalten haben. Jedenfalls merkte sie, dass mir in ihrem Zimmer etwas unwohl war und wir gingen ins Schlafzimmer ihrer Eltern. Wir setzten uns auf die Bettkante und sie lallte irgendwas von wegen ihre Eltern würden sie umbringen. Mir war das herzlich egal. das ist ja schrecklich&quot;, sagte ich, aber keine Sorge, ich helfe die morgen früh beim aufräumen&quot;. Hoho, ich war ein verdammter kleiner Lügner. Sie war mir jedenfalls so dankbar für diese Worte und mein Trösten, dass sie begann sich auszuziehen, bis sie nackt und etwas schwankend vor mir stand. Naja, ich will jetzt nicht näher darauf eingehen was dann geschah, nur soviel: irgendwann, kurz bevor ich am kommen war, wurde sie plötzlich völlig bleich und erbrach sich dann über den Kopfpolstern ihrer Eltern. Völlig angewidert sprang ich von ihr runter und aus dem Bett, zog mich so schnell wie möglich an und ging nach unten. Das Haus war ein einziges Schlachtfeld, aber was viel schlimmer war: ich musste feststellen, dass meine Freunde ohne mich gefahren waren. Es war ungefähr  halb zwei und ich einige Meilen von zu Hause entfernt. Wie auch immer, einige Zeit später sank ich jedenfalls ins Bett und schlief ein mit der Überzeugung, dass Drogen sehr viel befriedigender waren als Sex. Später sollte ich feststellen, dass das nicht ganz stimmte.</description>
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    <dc:rights>Copyright &#169; 2007 Kunstloses Brot</dc:rights>
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